Geteilte Geschichten spielen
Erste Workshops des theaterpädagogischen Projekts „Fundstücke“ erfolgreich abgeschlossen
In 14 Workshops konnten sich rund tausend Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klasse zusammen mit erfahrenen Theaterpädagogen auf Spurensuche in eine Vergangenheit begeben, die sie selbst nicht erlebt haben. In jedem Workshop begegnen sich eine Schulklasse aus Westberlin und eine aus Ostberlin. Sie bringen „Fundstücke“ von früher mit. Hinter den Abzeichen, alten Geldstücken oder Mauerresten verbergen sich Geschichten, die den Teilnehmenden von ihren Verwandten erzählt wurden und die nun mit den anderen gemeinsam zu Szenen gestaltet werden. Im Austausch mit den anderen beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Teilung Deutschlands und entwickeln gegenseitiges Verständnis und bauen Vorurteile ab.
Im Anschluss an die Workshops besuchten die Jugendlichen eine Vorstellung von „Lilly unter den Linden“, einer Inszenierung des GRIPS Theaters über ein Mädchen, das die umgekehrte Republikflucht antritt.
Im Rahmen der Workshops wurde klar, wie wichtig die Beschäftigung mit dem Thema Ost/West ist. Vielfach herrschen Vorurteile über die andere Seite in den Köpfen der Jugendlichen vor oder die diffusen Vorstellungen werden zu Fehlurteilen. Auch war oft die Hemmschwelle sehr hoch, sich anderen zu öffnen und persönliche Familiengeschichten zu erzählen. In weiteren Workshops im September und Oktober diesen Jahres werden weitere Geschichten gesammelt.
In der nächsten Phase des Projekts werden die in den Workshops aufgezeichneten Erinnerungen genutzt, um sie mit den Teilnehmenden einer Werkstatt in den Herbstferien 2009 zu verdichten. So werden weitere Jugendliche mit dem Thema in Kontakt gebracht und können ihre Sichtweisen einbringen.
Die finale Phase beinhaltet dann eine interaktive Theater-Austellungs-Installation, die von professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern zur Aufführung gebracht wird. Zu diesen Aufführungen werden wiederum 40 Klassen aus Berlin eingeladen.
Das Projekt wird gefördert durch die Bundesstiftung Aufarbeitung und die Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin.
GRIPS Werke e.V. in Kooperation mit dem GRIPS Theater
http://www.grips-theater.de
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
GRIPS Werke e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Angebote kultureller Bildungsarbeit und Theaterpädagogik rund ums GRIPS Theater schafft.
Das GRIPS ist die Wiege des emanzipatorischen Kinder- und Jugendtheaters. In seinen Inszenierungen will es die Wirklichkeit zeigen, Lebensperspektiven entwerfen und seinen Zuschauern Mut machen.
In theaterpädagogischen Projekten der GRIPS Werke werden Kinder und Jugendliche selbst aktiv und setzen sich spielpraktisch mit ihren Themen auseinander.
Die GRIPS Werke wurden auf Initiative der Gründungsmitglieder Regine Bruckmann, Pete Gilbert, Philipp Harpain, Meike Herminghausen, Stefanie Kaluza, Dietrich Lehmann, Volker Ludwig und Susanne Rieber ins Leben gerufen.
Kontakt
GRIPS Werke e.V.
Altonaer Straße 22
10557 Berlin
Agnes Ehrig
agnes.ehrig(at)gripswerke.de
Tel. 247 497 83
Fax: 247 497 76
Datum: 17.07.2009 - 16:07 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 104043
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Kontakt-Informationen:
Kategorie:
Kunst und Kultur
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 17.07.2009
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