BAHR: Euphorie bei ärztlicher Vergütung nicht angebracht
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BAHR: Euphorie bei ärztlicher Vergütung nicht angebracht
An der dringenden Notwendigkeit, nach der Wahl eine einfache, transparente und leistungsgerechte Gebührenordnung zu schaffen, führt auch nach den vorläufigen Zahlen kein Weg vorbei. Weder Arzt noch Patient können das Regelungsdickicht wirklich verstehen, es führt zu Verwerfungen. Das Honorarchaos in den ersten Monaten hätte vermieden werden können. Die FDP hatte mehrfach eine Erprobungsphase gefordert, um die Auswirkungen verfolgen zu können.
Für einen kurzen Moment können trotz der Wirtschaftskrise viele Ärzte zwar durchatmen. Das Ergebnis für das erste Quartal 2009 sieht besser aus als ursprünglich erwartet. Niemand weiß jedoch bei der Intransparenz des Vergütungssystems, wie sich die Zahlen in den nächsten Quartalen entwickeln werden. Da kann es schon wieder ganz anders aussehen. Die Grundprobleme bleiben zudem bestehen. Planungssicherheit ist nicht gegeben. Versorgungsbedingte Erklärungen dafür, warum der eine Arzt gewinnt und der andere Arzt verliert, gibt es nicht. Zudem wird alles bundesweit über einen Kamm geschoren, auch wenn die Versorgungsstruktur unterschiedlich ist - mit dem Ergebnis, dass z. B. Baden-Württemberg mit einem Defizit von minus 0,7 Prozent abgeschlossen hat. Bei aller Erleichterung darüber, dass die Endabrechnung günstiger aussieht als es die Vorabzahlungen vermuten ließen, dürfen diese Aspekte nicht unter den Teppich gekehrt werden.
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Datum: 28.07.2009 - 22:05 Uhr
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