(dts) - Der FDP-Innenpolitiker Max Stadler rechnet nicht damit, dass sich die Auslieferung Karlheinz Schreibers auf den Bundestagswahlkampf auswirken wird. Die Ereignisse lägen weit zurück und das sogenannte "System Kohl" sei im Wesentlichen aufgeklärt, sagte Stadler in einem Interview im Deutschlandfunk. Schreiber selbst hatte der SPD vorgeworfen, seinen Fall aus wahlkampftaktischem Interesse voranzutreiben. Der 75-Jährige war in der vergangenen Nacht aus Kanada ausgewiesen worden und am Morgen in München angekommen. In Augsburg soll dem ehemaligen Waffenlobbyist wegen Steuerhinterziehung und Bestechung der Prozess gemacht werden. Schreiber gilt als eine Schlüsselfigur in der CDU-Spendenaffäre.
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