L-Arginin bessert Fitness der Blutgefäße
Aachen (fet) – Chinesische Wissenschaftler bestätigten in einer Analyse mehrerer Studien, dass der Eiweißbaustein L-Arginin bei Patienten mit gestörter Endothelfunktion Gefäßverengungen vorbeugen kann.
Die stickstoffreiche Aminosäure L-Arginin ist Bestandteil der meisten Eiweiße. Der Körper stellt aus dieser den Botenstoff Stickstoffmonoxid her, welcher unter anderem die Weitung der Blutgefäße vermittelt. Gleichzeitig unterdrückt dieser aber auch eine Reihe anderer Mechanismen, die an der Arteriosklerose - im Volksmund auch Gefäßverkalkung genannt - beteiligt sind. Treten Funktionsstörungen des blutgefäßauskleidenden Endothels, etwa durch Fettstoffwechselstörungen oder jahrelanges Rauchen, auf, ist die Bildung des Botenstoffs aus L-Arginin eingeschränkt. Die Blutgefäße weiten sich bei erhöhtem Blutfluss nur mäßig beziehungsweise verengen zunehmend, wodurch der Blutdruck steigt. Im Weiteren können Durchblutungsstörungen und infolgedessen Herzinfarkt sowie Schlaganfälle folgen. Bei derartigen Erkrankungen übersteigt der Bedarf an L-Arginin die körpereigene Produktion, so dass der Patient auf die Zufuhr über die Nahrung beziehungsweise Supplemente angewiesen ist.
Nüsse und Samen sind besonders argininreich. Aber auch Muskelfleisch, Fisch und Eier tragen zur ausreichenden Versorgung bei. Als Nahrungsergänzungsmittel ist die Aminosäure allerdings erst nach Absprache mit dem Arzt einzunehmen, da es mitunter zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen kann. Besonders bei gleichzeitig vorliegenden Leber- und Nierenschäden ist von einer Supplementation abzuraten.
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Datum: 19.08.2009 - 09:49 Uhr
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