Endlich ohne Kompromisse gegen Alkoholmissbrauch
Es ist schon die vierte ihrer Art und sie ist noch nötiger als bisher, denn allgemein hört man landauf, landab von Alkoholexzessen und Komasaufen von Jugendlichen. Die 4. No-Alk-Flatrate-Party in Göppingen war die bundesweit erste ihrer Art und hat mittlerweile viele Nachfolger gefunden.
Die Battletoys kommen auch diesmal wieder. Foto K-media (firmenpresse) - Wenn Schirmherr Klaus Riegert, Göppinger Bundestagsabgeordneter und Sportpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, am kommenden Samstag, 12. September um 14 Uhr, die 4. No-Alk-Flatrate-Party eröffnet, dann ist wieder ein kleiner Beitrag gegen den exzessiven Alkoholgenuss bei Jugendlichen geleistet. Dennoch, und das schätzt Riegert wie der anwesende SPD-Kandidat Sascha Binder richtig ein, kann sie nur ein kleiner Mosaikstein sein. „Der große Anstoß muss durch die ganze Gesellschaft kommen“, sagt Riegert. Weitere Nachahmer seien also gefordert, das unterstreicht auch die Initiatorin und Organisatorin der Veranstaltung, Simone Thieß: „Keiner setzt ein Stop, wenn Jugendliche vor Supermärkten und Tankstellen ihr Vorglühen durchziehen“, sagt sie, „da heißt es für uns alle: hinschauen, nicht wegschauen und etwas dagegen tun.“
Um bei den Jugendlichen erneut die richtige Ansprache zu finden, ist auch in diesem Jahr ein großes Aktionsbündnis am Start. Dabei sind bekannte DJs wie Danny Fresh und Alberto, oft bejubelte Breakdancer wie die Battletoys und natürlich viele Präventionsstände, zum Beispiel von der Polizeidirektion Göppingen, der Kreisverkehrswacht und vom Familienzentrum Thieß & Therapeuten. Durch den Amoklauf in Winnenden wurde auch deren Aktionsbündnis in die Veranstaltung integriert, auch weil Alkohol und Gewalt oft eng einhergehen.
Die 4. No-Alk-Flatrate-Party wurde diesmal in das Göppinger Stadtfest eingebunden, das in jedem Jahr Zehntausende von Besuchern anlockt. Schauplatz für die Präventionsstände, eine große Aktionswand sowie eine richtiggehende Partymeile, sind gleich drei Straßen in der Stadt, und zwar die Schloss-, Kirch- und Marstallstraße. Los geht es bereits am Freitag, 11. September um 19 Uhr. Abends soll ein Lichtermeer von Kerzen für zusätzliche Aufbruchstimmung gegen das Komasaufen und die Gewalt sorgen.
Interview
Die Gesellschaft muss wachgerüttelt werden. Zahllose Medienberichte künden davon, dass sich das Komasaufen mittlerweile zu einem großen gesellschaftlichen Problem auswächst. Drei schnelle Fragen an die Initiatorin und Organisatorin der No-Alk-Flatrate-Party, Simone Thieß, selbst dreifache Mutter.
Warum ist die No-Alk-Flatrate-Party so wichtig?
Thieß: Weil die Jugend immer mehr dem Alkohol verfällt wie man in der Zeitung lesen muss. Das so genannte Vorglühen ist bei Vielen zu einem richtigen Muss geworden, bevor sie abends ausgehen. Das wächst sich dann zum Komasaufen aus.
Wie sehen das Ihrer Ansicht nach die Jungendlichen?
Oft hört man die Aussage von Jugendlichen: Man trinkt bis man kotzt. Das ist so der Standardspruch. Das Schlimme ist aber, dass durch den übermäßigen Alkoholgenuss die Hemmschwelle zum Sex deutlich zu sinken scheint. Da gibt es 13-jährige Mädchen, die ihr „erstes Mal“ im Suff erleben und teilweise nicht einmal mehr wissen, mit wem sie geschlafen haben.
Was wäre spontan eine ihrer Gegenmaßnahmen?
Das Vorglühen an Supermärkten und Tankstellen gehört verboten, das wäre schon mal eine Maßnahme. Hinschauen, nicht wegschauen muss das Motto sein. Dann ist es an der Gesellschaft, die Familien zu stärken. Sie müssen wieder gelebt werden und den Jugendlichen einen sicheren Hort bieten. Darüber hinaus müssen die Kinder wieder Werte vermittelt bekommen. Es darf nicht immer nur der Konsum zählen.
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Infos zur Veranstalterin
Simone Thieß hat die jung & gesund - Messe für Eltern ins Leben gerufen und schon drei Mal ausgerichtet, 2006 im Stauferpark Göppingen sowie 2007 und 2008 im Uditorium in Uhingen bei Göppingen – jeweils mit tatkräftiger Unterstützung von Therapeutin Manuela Bäumler. Mit ihr und vielen weiteren Mitstreitern hat sie vor drei Jahren die No-Alk-Flatrate-Party aus der Taufe gehoben.
Ansprechpartner
Simone Thieß
Therapiezentrum Thieß - Praxis für Systematische Familientherapie, Entspannungstherapie und Ess- und Verhaltenstherapie
Simone Thieß
Marstallstraße 7
73033 Göppingen
Tel.: 07161 - 503 15 11
Mobil: 0163 - 7000064
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Am Illerkanal 12, 89231 Neu-Ulm
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Email: thk(at)kmediaundpr.de
www.kmediaundpr.de
Datum: 10.09.2009 - 21:48 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 117640
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Thomas Kießling
Stadt:
Neu-Ulm
Telefon: 0731 - 98099420
Kategorie:
Familie & Kinder
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 10.09.2009
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