Wie wir in Zukunft arbeiten werden - Frauenwirtschaftstage an der DHBW Mosbach
„Wir können es uns nicht leisten, Frauen in die Ballungsgebiete abwandern zu lassen“, da ist sich Mosbachs Bürgermeister Michael Keilbach sicher. Er eröffnete am Abend des 9. Oktober gemeinsam mit BWL-Professorin und stellvertretender Gleichstellungsbeauftragten Gudrun Reichert und dem Ersten Landesbeamten Martin Wuttke die Vortragsveranstaltung im Rahmen der Frauenwirtschaftstage in der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach. Keilbach zeigte sich überzeugt davon, dass das Modell des männlichen Brötchenverdieners ausgedient habe und künftig Frauen nicht nur einen, sondern den entscheidenden Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt leisten werden.
Prof. Dr. Jutta Rump, Referetin auf den Frauenwirtstagen an der DHBW Mosbach(firmenpresse) - Doch wie werden wir überhaupt in Zukunft arbeiten? Antworten darauf gab Referentin Prof. Dr. Jutta Rump, Leiterin des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE). Sie überraschte mit einem ganz neuen Blickwinkel darauf, wie Arbeit künftig organisiert sein muss. „Dadurch dass sich die Lebensarbeitszeit verlängert – junge Menschen sind mindestens 45 Jahre im Beruf – wird die Balance von Beruf und Familie zwingend notwendig.“ Noch nie sei eine Generation so ehrgeizig gewesen, aber hatte gleichzeitig auch noch nie so hohe Erwartungen an die Tätigkeit. Dieser müsse vor allem sinnstiftend sein und Spaß machen. Um künftig als Arbeitgeber für Fachkräfte überhaupt noch interessant zu sein, sei es wichtig, Modelle zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorweisen zu können. Prof. Dr. Rump ist überzeugt davon, dass sich Investitionen in Unterstützungsdienstleistungen deshalb künftig zu einem wichtigen Recruiting-Mittel für Fachkräfte entwickeln werden.
Mehr denn je stehen Unternehmen künftig vor der Herausforderung, Fachkräfte im Unternehmen zu binden bzw. überhaupt fürs Unternehmen zu gewinnen. Gerade aus betriebswirtschaftlicher Sicht wird es daher notwendig, den „Lebensstau“ der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu entzerren bzw. ein optimales, an die individuellen Bedürfnisse angepasstes Arbeitsumfeld zu schaffen. Im Foyer der DHBW Mosbach zeigten dazu über 20 Organisationen und Einrichtungen ihr Unterstützungsangebot, um die neuen Pendler zwischen Familie und Beruf optimal zu unterstützen.
Die Frauenwirtschaftstage sind eine Initiative der Landesregierung von Baden-Württemberg. Jedes Jahr im Herbst organisieren öffentliche Einrichtungen Vorträge, Ausstellungen und Worshops, die sich beispielsweise mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Vernetzung und Kooperation oder dem Thema Existenzgründung beschäftigen. Mit den Frauenwirtschaftstagen soll auch die große Bedeutung der Frauen für das Wirtschaftsleben Baden-Württembergs aufgezeigt werden. Das Thema Beruf und Familie spielt an der Dualen Hochschule in Mosbach eine entscheidende Rolle. Die DHBW Mosbach ist 2008, damals noch unter dem Namen Berufsakademie, als familiengerechte Hochschule zertifiziert worden. Damit wurde erstmalig eine Berufsakademie auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geprüft und ausgezeichnet.
Weitere Informationen: www.dhbw-mosbach.de
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Zum 1. März wurde die Duale Hochschule Baden-Württemberg gemäß dem Landeshochschulgesetz in die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) umgewandelt und erlangte damit Hochschulstatus. Die DHBW ist die erste duale, praxisintegrierende Hochschule in Deutschland. Formal ist sie, wie alle anderen Hochschulen, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und eine staatliche Einrichtung.
Bundesweit einmalig ist die dezentrale Struktur der Dualen Hochschule nach dem Vorbild des US-amerikanischen State-University-Systems. Sitz der Hochschule mit Aufsichtsrat, Vorstand und Senat ist Stuttgart. Die acht Standorte, so auch Mosbach mit Außenstelle Bad Mergentheim, verfügen mit Hochschulrat, Rektor und Akademischem Senat über eigene Strukturen. Studienangebote, Zuständigkeiten und Ansprechpartner bestehen fort.
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Datum: 12.10.2009 - 17:41 Uhr
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