Wissenschaft, Politik und Wirtschaft stellen sich den Herausforderungen unserer Zeit

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Wissenschaft, Politik und Wirtschaft stellen sich den Herausforderungen unserer Zeit



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Future Dialogue ? hochkarätig besetzter internationaler Kongress am 26.10. in Berlin

Die drängendsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts können nur durch eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft bewältigt werden. Deshalb haben die Max-Planck-Gesellschaft und Siemens Wissenschaftler, Politiker und Unternehmenslenker aus aller Welt zu einem Future Dialogue nach Berlin eingeladen. Ziel dieses Kongresses, der in Kooperation mit dem Economist veranstaltet wird, ist es, Antworten auf die Frage zu geben, wie Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam die durch Klimawandel, Gesundheitsversorgung und Verstädterung entstehenden Probleme lösen können.

"Wir brauchen zuallererst Wissen über globale Zusammenhänge und Veränderungen", betonte der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Peter Gruss. "Ohne Erkenntnisse zum Beispiel über die Faktoren des Klimawandels, können wir weder politisch noch technisch sinnvoll reagieren. Nehmen Sie beispielsweise die aktuellsten Klimamodelle: Das sind im Gegensatz zu früher keine verlängerten Wettervorhersagen, sondern sie beziehen die Kohlenstoffbilanz von Böden, Meeren etc. ein. Dazu haben Max-Planck-Wissenschaftler wesentliche Beiträge geleistet." Gezielte Ausgaben für die Forschung entfalten langfristig enorme Wirkung und stärken mit ihren Ergebnissen auch massiv die Innovationsfähigkeit und dadurch die Wirtschaftskraft eines Landes. "Siemens wird eine Pionierrolle übernehmen, um gemeinsam mit Politik und Wissenschaft einen wesentlichen Beitrag zur Lösung der massiven Herausforderungen gerade auch in Zeiten einer Finanzkrise zu leisten", sagte der Siemens-Vorstandsvorsitzende Peter Löscher. "Ob es um die intelligenten Energienetze der Zukunft geht, um Umwelt-, Klima- und Gesundheitstechnologien oder die Elektromobilität, Siemens wird künftig noch schneller innovative Lösungen entwickeln und auf den Markt bringen, die die anstehenden Aufgaben in der gesamten Breite adressieren."



Beim Future Dialogue diskutieren Spitzenforscher sowie Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft in verschiedenen Panels gemeinsam mit einem ausgewählten internationalen Publikum aktuelle Hindernisse bei der Kooperation zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Sie erörtern neue Wege für eine bessere Zusammenarbeit und fragen nach den Rahmenbedingungen, die Politik und Gesellschaft schaffen müssen, um diesen Prozess zu befördern. Erwartet werden mehr als 300 hochrangige Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, darunter Dennis L. Meadows, Autor des Buches "Die Grenzen des Wachstums?, Joschka Fischer, der frühere deutsche Außenminister, Lord Nicholas Stern, der den Klimawandel unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachtet, sowie Khaled Awad, Direktor von Masdar City ? einer geplanten "Null-Emissionsstadt" ? und Daniel Libeskind, der amerikanische Stararchitekt. Den Einführungsvortrag hält Dennis L. Meadows, ebenfalls aus den USA.

Auf dem Forum werden essenzielle Fragen wie Klimaerwärmung, weltweite Gesundheitsversorgung und wachsende Verstädterung diskutiert. "Unabhängige Grundlagenforschung schafft die unverzichtbaren Voraussetzungen für die Entwicklung innovativer Lösungen", erläutert Peter Gruss. "Denn wirklich neue Produkte und Verfahren können nicht aus altem Wissen generiert werden. Genauere Erkenntnisse und ein besseres Verständnis der Vorgänge in der Natur bilden die Basis zukünftiger Innovationen. Wenn wir zum Beispiel wissen, auf welche Weise Pflanzen mit widrigen Umweltbedingungen wie versalzenen Böden oder Dürreperioden fertig werden, können wir diese Eigenschaften auf Nutzpflanzen übertragen und damit die Ernährung von künftig 9 Milliarden Menschen sichern."

Doch für die Umsetzung innovativer Ansätze bedarf es vor allem auch eines positiven gesellschaftlichen Bewusstseins. Wie kann es gelingen, die anhaltende Unterstützung von Politik und breiter Öffentlichkeit für die anstehenden Aufgaben zu gewinnen? ? das ist eine der Fragen, die in den vielen Diskussionsforen am Nachmittag erörtert werden soll. Ein Erfolg kann dauerhaft nur erzielt werden, wenn Innovationen und ihre marktnahe Umsetzung von Gesellschaft, Wissenschaft und Politik gleichermaßen unterstützt werden. "Die internationale Zusammenarbeit während der Finanz- und Wirtschaftskrise hat eindrucksvoll die Handlungsfähigkeit der internationalen Gemeinschaft zur Bewältigung großer Herausforderungen unter Beweis gestellt", sagte Löscher. "Wir müssen mit aller Kraft daran arbeiten, dieses ermutigende Beispiel weltweiter Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auch für die Bewältigung der großen Herausforderungen umzusetzen. Grundlagenforschung und die Umsetzung in innovative Technologien und Produkte für den Markt müssen Hand in Hand gehen", fordert der Siemens- Vorstandsvorsitzende. Auch hierfür gibt es bereits eindrucksvolle Beispiele, wie Wissenschaft, Wirtschaft und Politik miteinander zusammenarbeiten können, um Innovationen zur Marktreife zu bringen. In den verschiedenen Diskussionsrunden des Future Dialogue wird es daher nicht nur darum gehen, den Status quo zu analysieren, sondern realistische und Mut machende Antworten auf die drängendsten Fragen des 21. Jahrhunderts zu finden.


Pressekontakt:
Max-Planck-Gesellschaft
Dr. Christina Beck
Leiterin des Referats für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hofgartenstraße 8
80539 München
Tel.: +49 89 2108 1275
Fax: +49 89 2108 1207
Mail: beck@gv.mpg.de

Siemens AG
Harald Hassenmüller
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2
80333 München, Deutschland
Tel.: +49 (89) 636-32187
Fax: +49 (89) 636-35292
Mobil: +49 (174) 1551933
Mail: harald.hassenmueller@siemens.com

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) ist Deutschlands renommierteste Forschungsorganisation. Sie wurde 1948 gegründet ? in Nachfolge der bereits 1911 gegründeten Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Die MPG unterhält heute 80 Institute und Forschungseinrichtungen sowie in Kooperation mit den Universitäten 54 Graduiertenschulen. Über 20.400 Personen forschen und arbeiten bei der MPG, darunter 4.900 Wissenschaftler. Jedes Jahr besuchen mehr als 12.000 Nachwuchs- und Gastforscher die Institute. Max-Planck-Institute zählen zu den weltbesten Forschungsstätten, weil sie international herausragende Grundlagenforschung und exzellente Fachkräfte hervorbringen ? und das mit einem effizienten Einsatz von Ressourcen. Der Etat für 2009 beläuft sich auf 1,3 Milliarden Euro. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.mpg.de.

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Der Konzern ist auf den Gebieten Industrie und Energie sowie im Gesundheitssektor tätig. Rund 410.000 Mitarbeiter (fortgeführte Aktivitäten) entwickeln und fertigen Produkte, projektieren und erstellen Systeme und Anlagen und bieten maßgeschneiderte Lösungen an. Siemens steht seit über 160 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte das Unternehmen nach IFRS einen Umsatz von 77,3 Mrd. EUR und einen Gewinn nach Steuern von 5,9 Mrd. EUR. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.Unternehmensinformation / Kurzprofil:
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Datum: 26.10.2009 - 15:18 Uhr
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