In drei Jahren den Konzern „fit gemacht“ für Projektmanagement
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„Deutscher Project Excellence Award 2009“ geht an den Flughafen München
Das Siegerteam der Flughafen München GmbH (FMG) hatte eine komplizierte Aufgabe zu bewältigen. Unter Projektleiterin Claudia Donig harmonisierte es das im Unternehmen verwendete Projektmanagement und machte die Projektarbeit professioneller. „Wir haben erreicht, dass unsere etwa fünfhundert in Projekten tätigen Mitarbeiter künftig nach einheitlichen Methoden arbeiten und es zu weniger Reibungsverlusten kommt“, erklärte Claudia Donig, „dafür haben wir anfangs ermittelt, mit welchen erfolgreichen Methoden man bereits in Bereichen wie Bauwesen, IT oder Produktentwicklung arbeitet. Im zweiten Schritt haben wir ein gemeinsames Verständnis von Projektmanagement im Konzern entwickelt, darin die erfolgreichen Methoden integriert und auf vielfältige Weise in unserer Organisation verankert.“ So hat das Team in seinem über drei Jahre dauernden Projekt unter anderem Prozessmodelle und Arbeitshilfen erarbeitet, das konzerneigene Schulungskonzept angepasst, Karrieremöglichkeiten im Projektmanagement erweitert und einen eigenen Wettbewerb für Projektteams der Flughafen München GmbH ins Leben gerufen. Unterstützt wurde Claudia Donigs Team von Experten der parameta Projektberatung (Erding).
Nach Meinung von Fachleuten gelingt ein solches Projekt nur, wenn sich die Mitarbeiter von dem Vorhaben überzeugen und für die Veränderungen gewinnen lassen. „Wir wollten unseren Kollegen keine neuen Methoden für Projekte verordnen, sondern mit ihnen gemeinsam einen kulturellen Wandel im Konzern herbeiführen“, erläuterte Claudia Donig ihre Ziele. Eben diesen erfolgreichen Wandel lobte die Jury, als sie dem Projektteam den diesjährigen Preis „Deutscher Project Excellence Award 2009“ zusprach: Das Team habe Mitarbeiter, die dem Vorhaben zunächst skeptisch gegenüberstanden, als Unterstützer gewonnen. Das Projektmanagement am Flughafen sei deutlich professionalisiert und die Methoden des Changemanagements klug genutzt worden. Weiteres Jury-Lob: Die hochengagierte Projektleiterin brachte die gesamte Flughafen München GmbH hinter ihr Vorhaben – bis hin zur Unternehmensspitze. So reiste Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der FMG-Geschäftsführung, eigens zur Awardverleihung nach Berlin, um seinem Erfolgsteam zum gewonnenen Wettbewerb zu gratulieren. „Diese Geste illustriert einmal mehr die Unterstützung der Geschäftsführung für das Projekt“, hob GPM Vorstand Raimo Hübner hervor.
Mit einem technischen Projekt war das Team von der Siemens AG beim Wettbewerb um den Preis „Deutscher Project Excellence Award 2009“ angetreten. Der Münchner Technologiekonzern wirkte mit an dem Bau einer U-Bahn in Kaohsiung, der zweitgrößten Stadt Taiwans. „Unser Projekt umfasste die Lieferung von 42 Zügen, die Installierung aller Signalanlagen, die Versorgung mit Bahnstrom sowie das übergreifende Projektmanagement und Systemintegration“, berichtete Kurt Schober, Leiter des prämierten Projekts. Als Herausforderung dieses Vorhabens nannte Kurt Schober unter anderem die Zusammenarbeit mit einem vergleichsweise unerfahrenen Kunden, die klimatischen Bedingungen am Einsatzort sowie die Rekrutierung und Ausbildung der örtlichen Fachkräfte. Hinzu kam: Ein Tunneleinbruch warf das Projekt im Zeitplan um 24 Monate zurück. Trotz dieser Verzögerung konnte das Siemens-Team den festgesetzten Übergabetermin halten. Die Jury würdigte unter anderem die souveräne Planung und Steuerung dieses schwierigen Projekts. Auch die interkulturelle Kompetenz des Teams sowie die hohe Zufriedenheit des Kunden beeindruckte die Jury.
Die Bewerber um den Preis „Deutscher Project Excellence Award“ stellen sich einem umfangreichen Bewertungsverfahren und legen dafür ihre Projektakten offen. Nach 22 Kriterien werden die Projekte gründlich geprüft, wie Reinhard Kniest, Projektleiter des Wettbewerbs, stellvertretend für das Awardbüro berichtet. „Mit dem Wettbewerb wollen wir exzellente Projekte in Deutschland oder von deutschen Firmen aufspüren“, erklärte er, „wir wollen von diesen Könnern lernen.“ Zudem wolle der Fachverband Projektmanagement als wichtige Kompetenz der Wirtschaft weiter bekannt machen. „Die Ergebnisse des diesjährigen Wettbewerbs beweisen den Nutzen, den die Wirtschaft aus Projektmanagement ziehen kann“, fügte Raimo Hübner hinzu.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V.
Die GPM ist der führende Fachverband für Projektmanagement in Deutschland. Mit derzeit über 5.300 Mitgliedern und 280 Firmenmitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft, der Hochschulen und der öffentlichen Institutionen bildet die GPM das größte Netzwerk von Projektmanagement-Experten auf dem Europäischen Kontinent.
Das primäre Ziel der 1979 gegründeten GPM ist es, die Anwendung von Projektmanagement in Deutschland zu fördern, weiter zu entwickeln, zu systematisieren, zu standardisieren und weiter zu verbreiten. Mehr dazu unter www.GPM-IPMA.de
Datum: 29.10.2009 - 14:29 Uhr
Sprache: Deutsch
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Meldungsart: Erfolgsprojekt
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Freigabedatum: 28.10.2009
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