Die letzte Gesundheitsreform (2007) traf die PKV schwer. So
gingen z.B. aufgrund der Drei-Jahres-Wartefrist die
Neuabschlüsse enorm zurück.
(firmenpresse) - Die Drei-Jahres-Wartefrist besagt, dass ein Wechsel in die PKV erst möglich ist, wenn der Versicherte über 3 Kalenderjahre in Folge ein Einkommen hat, das über der Versicherungspflichtgrenze liegt. Die neue Regierung hat nun in Aussicht gestellt, diese wieder abzuschaffen. Dann würde es wieder reichen, ein Jahr diese Grenze zu überschreiten. Derzeit liegt die Versicherungspflichtgrenze bei 48600.- EURO. Es ist zu erwarten, dass sie für 2010 etwas ansteigen wird. Ob die 50000.- überschritten werden, ist jedoch fraglich.
Der PKV (Verband der privaten Krankenversicherung e.V.) hat sich natürlich sehr erfreut darüber in einer Pressemitteilung (Pressemitteilung des PKV vom 23.10.09) geäußert. Eindeutig begrüßt wird dieser Richtungswechsel in der Gesundheitspolitik vom Direktor des Verbandes der privaten Krankenversicherung, Volker Leienbach.
Das ist wahrlich verständlich, denn schließlich ist der Rückgang der Nettoneuverträge nicht banal gewesen. Waren es im Jahre 2006 noch 116100 Verträge, ging die Zahl 2007 auf knapp 60000 und dann 2008 auf 48900 zurück.
Erfreut ist man laut dieser Pressemitteilung auch über das Ansinnen, Zusatztarife weiterhin bei den privaten Krankenversicherungen zu lassen und den Kassen, die der Sozialversicherung angehören, nicht das Recht einzuräumen, selbst Tarife anbieten zu können. Auch hofft man darauf, dass so manche Regelungen bezüglich der Basistarife, die von der PKV angeboten werden müssen, noch einmal überarbeitet werden.
Der neue Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler wird, wie seine Amtskollegen die Jahre davor, wohl kaum einen leichten Job haben. Schon zeigt sich, dass sich die Vorstellungen von Union und FDP in vielen Punkten doch nicht so einfach vereinbaren lassen. So bläst ihm schon jetzt mächtig kalter Wind, sogar aus Richtung des
Koalitionspartners, entgegen, da dieser die Pläne Röslers von einer Gesundheitsprämie sehr kritisch sieht.
Doch während die GKV noch nicht recht weiß, auf welche Änderungen sie sich einstellen kann – z.B. ist fraglich ob der Gesundheitsfonds in dieser Form bleiben wird, ob es in Zukunft nur feste Beiträge auf der Arbeitgeberseite geben wird, ob eine Gesundheitsprämie für Arbeitnehmer kommt und vieles mehr – kann die PKV mit den derzeitigen Ankündigungen sicherlich zufrieden sein.
Wie heißt es so schön: „Nach der Reform ist vor der Reform“ – interessant wird es auf jeden Fall, was mit der schwarz- gelben Regierung für Änderungen auf die Versicherten und auf die Kassen und die privaten Versicherungen zukommen.
Für Studenten wird sich wohl kaum etwas ändern. Hier wird, bis auf bestimmte Grenzwerte, die sich verändern werden, grundsätzlich wohl alles bleiben wie bisher.
Stu-kv.de ist ein Informationsportal für Studenten und die
studentische Krankenversicherung. Es besteht seit 2003 und
stellt Informationen bereit, die es Studenten helfen sollen die
Fragen zur studentischen Versicherung zu klären.
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