Von Gebissträgern und Leistungsträgern - Die neue Zeitschrift LiMa attackiert den Altersrassis
12.08.2004 - 13:53 | 13702
(firmenpresse) - Bonn/Hamm - Deutschland richtet sich auf eine alternde Gesellschaft ein. Dies zeigt sich im Zeitschriften- und Zeitungssektor. Neu auf dem Markt ist ein Hochglanz-Heft namens LiMa (Liborius Magazin) http://www.lima-online.de, das seine Leser unter den über 50- jährigen sucht. Das im westfälischen Hamm verlegte LiMa versteht sich als kirchennah und katholisch, behandelt aber durchaus "weltliche" Themen, ohne ständig das Weihrauchfass zu schwenken. Schwerpunkt der August-Ausgabe ist der "Aufbruch der Alten. Chancen und Risiken des demographischen Wandels". LiMa-Chefredakteur Heribert Böller und der freie Autor Ansgar Lange kritisieren die Medien-Darstellung der Senioren in unserer Gesellschaft. Alt gelte oft als Synonym für "inaktiv, freudlos und desinteressiert". Dies decke sich nicht mit Untersuchungen der letzten Jahre, die ergeben hätten, dass nur eine Minderheit der deutschen Senioren so beschrieben werden könnte. Der weitaus grössere Teil sei "aktiv, aufgeschlossen und lebensfroh". Für die weltliche Aufgeschlossenheit der Zeitschrift spricht auch der Ton, mit dem der Hauptartikel des Heftes eingeleitet wird: "Ein böses Bonmot macht derzeit die Runde: Im Jahr 2050 kommen auf einen Leistungsträger zwei Gebissträger - vorausgesetzt, die Alten können sich dann überhaupt noch einen Zahnersatz leisten."
Die nüchternen Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: "Im Jahr 2050 wird jeder dritte Deutsche nach Angaben des Statistischen Bundesamtes älter als 60 Jahre alt sein. 9,1 Millionen Menschen - das sind 12 Prozent der zukünftigen Gesamtbevölkerung - sind dann 80 Jahre und älter. Zum Vergleich: Heute leben 3,2 Millionen Menschen dieses Alters in Deutschland, was einem Bevölkerungsanteil von knapp vier Prozent entspricht." Nicht nur FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher beklagt einen so genannten "Altersrassismus". Auch die Realität in vielen Betrieben bestätigt Schirrmachers Kritik. Jedes zweite Unternehmen in Deutschland beschäftigt keine Mitarbeiter, die älter als 50 Jahre sind. LiMa hält diesen "Anti-Aging"-Wahn für ökonomisch schädlich. Böller und Lange zitieren aus einer Untersuchung des Düsseldorfer IT-Personalberatungsunternehmens Harvey Nash http://www.harveynash.de, die zu dem Schluss komme, dass viele Unternehmen aus Gründen der Innovation und Kostenersparnis einseitig auf jüngere Führungskräfte setzten. Harvey Nash-Geschäftsführer Udo Nadolski hält diesen Trend für gefährlich, wie sein Kommentar gegenüber LiMa deutlich macht: "Der Einbruch der New Economy hängt auch mit der mangelhaften Marktkompetenz von jungen Firmengründern zusammen. Die Ausgrenzung älterer Mitarbeiter ist kurzsichtig und gefährdet die Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft. Besonders gravierend werden die Veränderungen nach 2010 sein. Dann beginnt eine Ära allgemeiner Arbeitskräfteknappheit." Nadolski könne man nicht einfach als "Sozialromantiker" abtun, so die beiden Autoren. Als Mittelständler mache er vielmehr darauf aufmerksam, dass es sich eine alternde Gesellschaft nicht leisten kann, Menschen jenseits der 50 als unproduktiv und wertlos "auszusortieren". LiMa verknüpft das demographische Problem mit einer neuen und besseren Familienpolitik. Das Magazin sympathisiert mit Vorschlägen für ein so genanntes "Familienarbeitshonorar". Der Staat solle auf die rund 1.000 Euro verzichten, die er durchschnittlich für einen Kinderkrippenplatz im Monat ausgebe. Dieses Geld solle den Eltern direkt ausbezahlt werden: "Sie können dann entscheiden, ob sie mit dem Geld ihre eigene Erziehungsarbeit finanzierten oder sich solche zukauften: durch Tagesmütter oder Betreuung in Kinderkrippen und -gärten."
Die Pressemitteilung stellt eine Meinungsäußerung des Erfassers dar. Der Erfasser hat versichert, dass die eingestellte Pressemitteilung der Wahrheit entspricht, dass sie frei von Rechten Dritter ist und zur Veröffentlichung bereitsteht. firmenpresse.de macht sich die Inhalte der Pressemitteilungen nicht zu eigen. Die Haftung für eventuelle Folgen (z.B. Abmahnungen, Schadenersatzforderungen etc.) übernimmt der Eintrager und nicht firmenpresse.de
Diese Pressemitteilung wurde bisher 1750 mal aufgerufen.
Tagesgeld-Konditionen
Pressemitteilungen der Druckerei WIRmachenDRUCK finden Sie auf wir-machen-druck.de unter Aktuelles.
Tausende Kontaktanzeigen und Seitensprung Kontakte aus ganz Deutschland für diskrete Treffen
Hochwertiges und günstiges Spielzeug, sowie Bastelbedarf und Bastelmaterial gibt es im didagoshop.
Moderne Badmöbel und viele tolle Möbel für Ihr Zuhause.
Für ein effektives und erfolgreiches Direktmarketing. Adressen kaufen bei Best Adress.
Mit einem einfachen Strompreisvergleich können Sie jeden Monat sparen.
Günstige Kredite für Selbstständige und Freiberufler - auch in schwierigen Fällen!
Kfz Ersatzteile von 100Pro-Ersatzteile.de, Autoteile in Erstausrüsterqualität.
Diese Pressemitteilung bookmarken bei...