Neustart des LHC am CERN: Wie gefährlich wäre ein Schwarzes Loch?

Neustart des LHC am CERN: Wie gefährlich wäre ein Schwarzes Loch?

ID: 138424

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde er unter Ausschluss der Öffentlichkeit hochgefahren – der gigantische Teilchenbeschleuniger LHC am CERN, auch Urknall-Maschine genannt. Parallel zu diesem Ereignis wird es erneut zu lebhaften Diskussionen um mögliche Risiken des Experiments kommen.



Cover des Buches Cover des Buches "Sekunde Null"

(firmenpresse) - Erschwerend für die Betreiber kommt hinzu, dass es zwischenzeitlich neue Hypothesen über die Stabilität so genannter Schwarzer Mikrolöcher gibt, die die Risiko-Nutzen-Analyse möglicherweise in ein völlig neues Licht rücken könnte.

Die Forscher am CERN schließen die Entstehung eines Schwarzen Mikrolochs selber nicht aus. Der Chaosforscher Professor Dr. Otto E. Rössler von der Universität Tübingen errechnete die Wahrscheinlichkeit für ein derartiges Ereignis mit etwa 15 Prozent, was einem „Russischen Roulette“ gleichkomme.

Zur Beschwichtigung verweisen die Befürworter des Experiments gerne auf Stephen Hawking. Der legendäre Physiker hat einmal postuliert, dass Schwarze Löcher Strahlung abgeben, die umso stärker sein soll, je kleiner die Masse des Schwarzen Loches ist. Daraus würde sich der Theorie zufolge bei Schwarzen Mikrolöchern eine nicht beobachtbar kurze Lebenszeit ergeben.

Dass dieser „Hawking-Effekt“ einen entscheidenden Schönheitsfehler besitzt, darauf wies jetzt unter anderem der amerikanische Kernphysiker Dr. Walter Wagner hin. Der Wissenschaftler promovierte an der University of California in Berkeley in den Fächer Physik und Biologie und hat sich in der Vergangenheit unter anderem mit der viel beachteten Entdeckung so genannter magnetischer Monopole in der Kosmischen Strahlung einen Namen gemacht.

Der Kritikpunkt Wagners und anderer Forscher zielt auf einen Interpretationsfehler des Hawkingschen Postulats. So setzt die Berechnung der Strahlung eines Schwarzen Lochs voraus, dass die Krümmung des so genannten Ereignishorizonts vernachlässigbar ist, was wiederum eine ausreichend große Masse voraussetzt. Im Klartext: Für Schwarze Minilöcher ist Hawkings Ansatz buchstäblich mangels Masse unbrauchbar, was den Schwerkraftmonstern eine unerwartet hohe Stabilität verleihen könnte.

Physiker des CERN halten dagegen, dass selbst ein stabiles Schwarzes Mikroloch rund 5 Milliarden Jahre benötigen würde, bis es sich eine bedrohliche Masse einverleibt habe. Prof. Rössler, der 1996 als Kandidat für den Physik-Nobelpreis gehandelt wurde, hat hierzu eigene Berechnungen angestellt. Das Ergebnis ist alles andere als beruhigend. In einem sich selbst verstärkenden exponentiellen Wachstumsprozess hätte das Schwarze Miniloch Rössler zufolge bereits innerhalb von zwei Jahren eine die Existenz der Erde bedrohende Masse erreicht.



Weitere Informationen zum CERN und zum LHC befinden sich in einem jetzt erschienenen Buch. Hierbei handelt es sich um einen Tatsachenroman mit aktuellem wissenschaftlichen Hintergrund. Dies betrifft insbesondere Thesen neueren Datums über die Stabilität und die Gefahr mikroskopisch kleiner Schwarzer Löcher.

Buchinfo: Sekunde Null. Das Urknall-Experiment, BoD GmbH Norderstedt, ISBN 978-3837053142, 156 Seiten, EUR 16,90. Jetzt im Handel.

Link zu Amazon: http://www.amazon.de/gp/product/3837053148/ref=cm_cd_asin_lnk



Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Pressebüro für Wissenschaft



Leseranfragen:

Pressebüro für Wissenschaft
Ahornstr. 28
83512 Wasserburg
Tel.: 08071-2600



PresseKontakt / Agentur:

Pressebüro für Wissenschaft
Ahornstr. 28
83512 Wasserburg
Tel.: 08071-2600



drucken  als PDF  CERN aktuell: Neues Kühlproblem beim LHC führte zum Abbruch des Countdown Quantenphysik: Wissenschaftler finden Hinweise für die Unsterblichkeit der Seele
Bereitgestellt von Benutzer: Redaktionsbuero
Datum: 22.11.2009 - 13:38 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 138424
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:

Kategorie:

Forschung und Entwicklung


Meldungsart: Unternehmensinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 22.11.2009

Diese Pressemitteilung wurde bisher 693 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neustart des LHC am CERN: Wie gefährlich wäre ein Schwarzes Loch?"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Pressebüro (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Wer erhält den Preis zum Hutträger des Jahres 2022? ...
Diese Frage wird jetzt zum 10. Mal gestellt. Aber das wird erst am 25. November 2022 verraten! Bisher wurden neun prominente Persönlichkeiten für ihre Hutleidenschaft mit dem goldenen Hut-Award zum "Hutträger des Jahres" prämiert: Prof. Dr. Lech (2021), Horst Lichter (2020), Johannes O

Hutträger des Jahres 2021 ist Professor Harald Lesch! ...
Professor Harald Lesch geht gerne wohl behütet durchs Leben. Für diese Leidenschaft für Hüte und Mützen zeichnet zum neunten Mal der Hutverband GDH e.V. den beliebten Wissenschaftler, der aus TV-Sendungen wie "Leschs Kosmos" oder "Terra X" gekannt ist, zum "Hutträger d

Bunte Begleiter auf den Weg zum Christkind ...
Quer durch eine der schönsten Jahreszeiten, die vier Wochen vor dem Weihnachtsfest, assistieren uns viele Bräuche. Dazu gehören natürlich der Adventskranz, das Singen von Weihnachtsliedern in der Familie, ein schön geschmückter Tannenbaum oder auch Adventskalender, an denen man Tag für Tag ge


Weitere Mitteilungen von Pressebüro


CERN aktuell: Neues Kühlproblem beim LHC führte zum Abbruch des Countdown ...
Weitgehendes Rätselraten herrschte am Freitag über den Grund des quasi in letzter Minute abgebrochen Countdown des Teilchenbeschleunigers LHC. Wie aus gut informierten Kreisen in Erfahrung zu bringen war, musste der Countdown wegen eines plötzlich aufgetretenen Kühlproblems in den Sektoren 56 un

Rätselhaftes CERN: Teilchenbeschleuniger LHC in einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“ gestartet ...
Ursprünglich war der Neustart des Beschleunigers für Freitagmorgen um 9.30 Uhr vorgesehen. Die Ankündigung war seit ein paar Wochen auf dem Internetauftritt des Genfer Kernforschungszentrums auf einer Uhr auf die Sekunde genau abzulesen. Doch nur wenige Minuten vor dem genannten Termin wurde der

HarzOptics GmbH veröffentlicht neues White Paper zur LED-Farbort-Selektion ...
Bereits seit Anfang des Jahres führt HarzOptics hochauflösende Farbort-Selektionen unter Einsatz eines vollautomatischen Sortiersystems schnell und präzise durch. “Das neue System hat sich erstaunlich gut bewährt”, berichtet Geschäftsführer Prof. Dr. Fischer-Hirchert. “Die zeitliche Effi

Eilmeldung vom CERN: Countdown des LHC in letzter Minute um 24 Stunden verschoben ...
Gründe für die Verschiebung des Experiments wurden nicht genannt. Da das CERN aufgrund einer ganzen Serie von Störfällen zuletzt immer tiefer in die negativen Schlagzeilen rutschte, setzt die Kommunikationsabteilung des CERN jetzt offenbar auf homöopathische Methoden der Pressearbeit. Erst vor


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z