IT-Dienstleister der Zukunft bieten alles aus einer Hand
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Bei den aktuell in Anspruch genommenen Dienstleistungen dominieren Management- und IT-Beratung, gefolgt von Outsourcing-Angeboten. "Dabei interessieren sich die Unternehmen immer mehr für Dienstleistungen aus einer Hand. Überraschenderweise kannten bereits 13 Prozent der Führungskräfte den jungen Begriff Business Innovation/Transformation Partner (BITP) und waren in der Lage, ihn mit richtigen Definitionen zu belegen. Als BITP bezeichnen sich Gesamtdienstleister, die einen Mix aus Management- und IT-Beratung, Realisierung, Outsourcing und Business Process Outsourcing aus einer Hand anbieten. Sie nennen sich BITP, weil sie eine langfristige Partnerschaft, eine unternehmerische Mitverantwortung und eine nachdrückliche Unterstützung für Kundenunternehmen durch Innovations- und Transformationsleistungen anstreben", schreibt Lünendonk-Geschäftsführer Thomas Lünendonk in einem Beitrag für das CIO-Magazin http://www.cio.de. Diesen neuen Ansatz bewertet die Hälfte der Führungskräfte mit gut und elf Prozent mit sehr gut. Die "BITP-Kenner" unter den Führungskräften definierten den neuen Anbietertypus mit den richtigen Merkmalen "Partner, die Geschäftsprozesse optimieren" und "Outsourcing unter partnerschaftlichen Bedingungen". Die denkbare Zusammenarbeit reicht dabei von Strategie-, IT- und Technologie Beratung bis zu Outsourcing, Training und Schulung.
"Gewandelt haben sich die Motive der Führungskräfte für eine stärkere Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern. Stand in den vergangenen Jahren die Kostensenkung an erster Stelle, nehmen wieder zukunftsgerichtete Faktoren die Spitze der Motivationsskala ein", so Lünendonk. Ganz oben stehe der Wunsch, die "Effizienz zu steigern und die Unternehmensperformance zu erhöhen". Zudem wollen sie vom "Know-how des Dienstleisters profitieren und "fehlende interne Ressourcen ergänzen". Erst dann folgt die Motivation, den "Ertrag zu steigern und Kosten zu reduzieren". Dabei sind die Motive für Beratungs- und Outsourcing-Dienstleistungen unterschiedlich gewichtet: Bei Beratung steht der Know-how-Transfer an der Spitze, bei Outsourcing und Business Process Outsourcing ist eine erwartete Kostensenkung nach wie vor die stärkste Triebfeder.
Interessant sind nach Auffassung von Lünendonk die Kriterien, nach denen Führungskräfte externe Dienstleister auswählen: Sie legen höchsten Wert auf flexible Zusammenarbeit, nachgewiesene Referenzen und Erfahrungen, sowie das Image und die Reputation des Anbieters. "Nach unseren Marktanalysen können wir die Trendergebnisse von Lünendonk bestätigen. In unseren Betreiberkonzepten übernehmen wir Dienstleistungen, die der Kunde bisher selber betrieben hat. Zumeist aber gibt es aufgrund von Ressourcenengpässen den Bedarf der ‚kritischen Grösse’. Viele Auftraggeber wollen sich stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Es gibt also mehr ‚buy’ als ‚make’ für Netzwerkdienstleistungen. Eine typische Reaktion unserer Kunden ist: ‚wir verstehen uns als kundenorientierte Finanzdienstleister, brauchen aber nicht selbst die Champions im Bereich der IP-Vernetzung sein’. Da liegen grosse Potenziale für Anbieter von IT-Dienstleistungen", betont Nextiraone-Geschäftsführer Helmut Reisinger http://www.nextiraone.de . Ein wichtiger Faktor sei aber auch die Internationalität, um IT-Dienstleistungen in anderen Ländern einheitlich darstellen zu können. Das sei für global agierende Untenehmen eine wichtige Bedingung. "Zudem verlangen Kunden modulare Finanzierungskonzepte und Freiheitsgrade beim Techniksystem", so Reisinger.
Professor Dietmar Fink vom "Institut of Management and Consulting Sciences" in Bonn sieht beim Thema Business Process Outsourcing allerdings noch Aufklärungsbedarf: "Grundsätzlich steht die deutsche Unternehmenskultur diesem Trend noch entgegen. In Deutschland wird ein Manager nicht danach beurteilt, was er dem Unternehmen bringt, sondern danach, wie viele Mitarbeiter er hat. Richtig eingesetzt stärkt BPO die Produktivität eines Unternehmens und damit seinen Wert, aber es verkleinert Abteilungen und Bereiche und schwächt dadurch die Reputation der Manager", so Fink. Unabhängig voll allen modischen Management-Strömungen ist Fink davon überzeugt, dass eine "wertorientierte Unternehmensführung" am wichtigsten sei, also Shareholder Value Management. "Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass dieses Konzept zurückgekehrt. Sicherlich wird sie sich mit anderen Ansätzen mischen, etwa Business Process Outsourcing. Die Outsourcing-Dienstleister werden mit in das unternehmerische Risiko gehen, anders als es heute noch in der Fall ist", führt Fink aus.
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Datum: 29.09.2004 - 14:30 Uhr
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