Handysteuerung: Textnachrichten mit Spracherkennungssoftware verfassen – Nuance startet Kooperation mit Netzbetreibern
Ein großes Potential für die automatische Spracherkennung
sieht Nuance-Generalmanager Michael-Maria Bommer
http://www.nuance.de im Mobilfunk. So seien
Softwarelösungen seines Unternehmens zur Handysteuerung
bereits auf rund vier Milliarden Endgeräten vorinstalliert. „In
diesem Jahr werden weltweit 1,1 Milliarden Handys
ausgeliefert. Auf 880 Millionen Geräten ist Nuance-
Technologie im Betriebssystem integriert. Insgesamt gibt es für
die mobile Kommunikation zur Zeit die innovativsten und
prägendsten Entwicklungen.
sieht Nuance-Generalmanager Michael-Maria Bommer
http://www.nuance.de im Mobilfunk. So seien
Softwarelösungen seines Unternehmens zur
Handysteuerung bereits auf rund vier Milliarden
Endgeräten vorinstalliert. „In diesem Jahr werden weltweit
1,1 Milliarden Handys ausgeliefert. Auf 880 Millionen
Geräten ist Nuance-Technologie im Betriebssystem
integriert. Insgesamt gibt es für die mobile Kommunikation
zur Zeit die innovativsten und prägendsten Entwicklungen.
Beispielsweise das Diktieren von SMS. Sie sprechen eine
Botschaft ins Handy, die von dort an unseren Server
geschickt, transkripiert und innerhalb von einer Sekunde als
Text zurückgeschickt wird. Die Qualität, der Komfort und die
Sicherheit, die mit diesem System etwa während der
Autofahrt erzielt wird, ist enorm", sagte Bommer auf der
Fachkonferenz „Conversations“ in München. Davon sind
auch andere Branchenexperten überzeugt.
„Wer Textnachrichten auf dem Handy verfassen will, muss
immer noch viele Beschränkungen hinnehmen. Am Format
der Endgeräte wird sich nicht viel ändern. Die Tastatur in
unterschiedlichen Variationen ist für viele Menschen
einfach zu klein. Sprachsteuerung wird sich hier über kurz
oder lang durchsetzen, nicht nur beim Schreiben von
Kurznachrichten, sondern auch bei Suchfunktionen“,
prognostiziert Peter Weilmuenster, Vorstandschef des ITK-
Dienstleisters Bitronic http://www.bitronic.eu.
Die FAZ-Redaktion „Motor und Technik“ konnte jetzt eine
Beta-Software von Nuance auf verschiedenen Geräten vom
Nokia bis zum Blackberry testen. „Ein Tastendruck startet
das System, man sagt beispielsweise ‚SMS an Klaus Müller
auf dem Handy’. Die Software identifiziert den zugehörigen
Eintrag im Telefonbuch des Geräts und bereitet das SMS-
Formular vor. Mit einem weiteren Tastendruck diktiert man
nun seine Nachricht, die Aufnahme landet via Mobilfunk in
wenigen Sekunden bei Nuance, dort wird transkribiert und
das Resultat in die SMS-Maske eingefügt. Eventuelle
Fehler lassen sich flink berichtigen, weil der Nuance-Dienst
zu jedem erkannten Wort mögliche und wahrscheinliche
Alternativen mitschickt. Das alles klappt, wenn man sich auf
ein, zwei Sätze beschränkt, deutlich schneller als die
Eingabe der Nachricht per Hand, selbst wenn man ein
luxuriöses Smartphone mit einer etwas größeren Tastatur
hat“, schreibt der FAZ-Redakteur Michael Spehr.
Die Handy-Spracherkennung werde in Amerika zusammen
mit AT&T entwickelt, in Deutschland soll ein solches
System ebenfalls in Kooperation mit den Mobilfunk-
Netzbetreibern starten. „Vorstellbar ist, dass manche
Angebote für den Kunden sogar unentgeltlich bereitgestellt
werden. Denn wenn man eine SMS schnell diktieren kann,
wird man mehr davon verschicken“, so Spehr. Einen
weiteren Schub erwarten IT-Experten von der Verknüpfung
des Google-Betriebssystems Android mit dem Programm
Google Voice. „Nutzer von Google Voice erhalten eine
kostenfreie Rufnummer, die keine Ortsvorwahl benötigt und
unabhängig von einem Netzbetreiber ist“, berichtet Welt
Kompakt. Ein Voicemail Dienst übersetze ankommende
Sprach- in Textnachrichten, die auf dem Handy oder PC
abgerufen werden können. Erfahrungen hat Google schon
mit dem Sprachservice „Google Voice Local Search“
gesammelt. Unter der Nummer 1-800-GOOG-411 kann man
beispielsweise den Namen eines Unternehmens oder einer
Unternehmensbranche in allen Teilen der USA abfragen.
Manfred Pinkal, Professor am Institut für Computerlinguistik
und Phonetik an der Universität des Saarlandes
http://www.coli.uni-saarland.de, sieht vielfältige
Einsatzmöglichkeiten „in allen Anwendungsfällen, in denen
die Benutzung anderer Ein-Ausgabe-Wege unmöglich oder
lästig ist. Dazu gehört natürlich das Feld der Telefonie-
Anwendungen. Da ist die kommerzielle Umsetzung am
weitesten fortgeschritten.“ Großes Potenzial macht er
außerdem in allen Fällen aus, in denen Hände und Augen
für eine andere Aufgabe gebraucht werden, beispielsweise
bei operierenden Chirurgen, die Spiegel und Beleuchtung
nachsteuern möchten. Der wirtschaftlich derzeit mit Abstand
attraktivste Anwendungsfall sei der Sprachdialog im Auto:
„Navigation, Telefon und Radio, mitgebrachte
Elektronikgeräte - wie iPod oder Organizer - und
Zugriffsmöglichkeiten auf externe Informationsdienste und
Internet erlauben dem Fahrer, seine Zeit im Auto für immer
reichhaltigere Infotainment-Angebote zu nutzen. Er braucht
aber die Hände am Steuer und die Augen auf der Straße.“
Deshalb habe Sprache hier eine echte Chance und
durchschlagende Funktion, prognostiziert der
Wissenschaftler.
Siehe auch den Blogbeitrag mit der Audioaufzeichung der
Rede von Nuance-Marketingdirektor Steve Chambers:
http://gunnarsohn.wordpress.com/2009/11/25/handy-zum-
diktat-textnachrichten-mit-spracherkennungssoftware-
verfassen-–-nuance-startet-kooperation-mit-netzbetreibern/
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Gunnar Sohn
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Datum: 29.11.2009 - 11:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 140653
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Gunnar Sohn
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 29.11.2009
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