618346  PresseMitteilungen online

Ohne wirtschaftliche Freiheit kein Wohlstand

02.11.2004 - 15:02 | 14109
vorherige Pressemitteilung nächste Pressemitteilung


(firmenpresse) - Bonn/Berlin - Kritik am "Neoliberalismus" hat immer Konjunktur. Globalisierungskritiker, manche Kirchenvertreter, Politiker beider Volksparteien und ökonomisch ungeschulte Medienvertreter vertreten die These, ein Plus an wirtschaftlicher Freiheit führe zu mehr Armut und zu grösseren Einkommensunterschieden zwischen Arm und Reich. Nur eine gezähmte Marktwirtschaft sei der Garant für eine sozial und ökologisch ausgerichtete Wirtschaftsordnung. Die aktuelle Studie "Wirtschaftliche Freiheit in der Welt" unternimmt den Versuch, das Gegenteil mit Zahlenmaterial zu beweisen. Seit 1995 erscheint der Report "Economic Freedom of the World" jährlich. In einem "Economic Fredoom Network" haben sich Forschungsinstitute aus 54 Ländern zusammengeschlossen. Ziel des Unternehmens: Anhand von sorgfältig ausgewähltem Zahlenmaterial soll der Grad der wirtschaftlichen Freiheit in den verschiedenen Ländern gemessen werden. Eine Kurzfassung der Studie liegt als Positionspapier des Liberalen Instituts der Friedrich-Naumann-Stiftung http://www.libinst.de vor. Für die hiesigen Verhältnisse lässt sich feststellen: Deutschland verliert weiter an Boden.

Gemessen am Grad der wirtschaftlichen Freiheit liegt Deutschland derzeit mit Chile, Ungarn, Schweden und Taiwan auf Platz 22, nachdem es noch 1970 den sechsten Platz innehatte. Alarmierender ist der Befund, dass Deutschland bei der Freiheit des Arbeitsmarktes nur noch den vorletzten Rang unter den 95 Ländern belegt, für die Daten vorliegen. Diese Abstiegsposition erklärt nach Analyse des Reports, warum Deutschland fast fünf Millionen Arbeitslose hat. Eine besonders schlechte Bewertung erreicht Deutschland bei den Faktoren Kündigungs- und Tarifrecht. Bei sportlichen Wettkämpfen interessiert insbesondere die Rangfolge. Bei einem Ländervergleich, der den Grad der wirtschaftlichen Freiheit misst, ist dies nicht anders: "Hongkong und Singapur halten sich bereits einige Zeit an der Spitze, auch die USA, Neuseeland, Grossbritannien und die Schweiz sind schon länger in der Spitzengruppe und belegen jetzt gemeinsam den dritten Platz. Es fällt ausserdem auf, dass die absolute Bewertung Deutschlands relativ stabil geblieben ist - es ist also kaum eine Verbesserung zu erkennen. Im Ranking sind aber mehrere Länder an Deutschland vorbeigezogen, haben also ihre Situation deutlich verbessert."



Deutschland nimmt bei dem Umfang der Staatstätigkeit innerhalb der EU Platz 21 von 25 Plätzen ein. Hinsichtlich der Freiheit des Arbeitsmarktes liegt Deutschland auf dem letzten Platz. Das Resümee der Autoren: "Regulierungsdichte, Macht der Tarifparteien und Kündigungsschutz können also um Einiges zurückgefahren werden, ohne die Arbeitnehmer zu rechtlosen ‚Opfern der Marktkräfte‘ zu machen." Sonst wäre dies ja bei Grossbritannien und Irland - die Spitzenpositionen einnehmen - der Fall. Bekanntlich leider Deutschland an einer Wachstumsschwäche, vor allem im Vergleich zu den Vereinigten Staaten oder China. Ohne ein dickes Plus an Wachstum ist mit einer Reduzierung der Arbeitslosenzahlen nicht zu rechnen. Der Bericht arbeitet heraus, dass ein offensichtlicher Zusammenhang besteht zwischen der wirtschaftlichen Freiheit und dem Wirtschaftswachstum. Wirtschaftliche Freiheit schafft Wohlstand. Das Pro-Kopf-Einkommen zeige eine ganz klare Korrelation mit dem "Economic-Freedom Index". Entgegen den Legenden der Globalisierungsgegner liegt der Einkommensanteil der Ärmsten in den freiesten Ländern sogar höher als in den unfreiesten. Die Fehlschlüsse von Organisationen wie Attac mögen darauf zurückzuführen sein - so Ralf Thomas Baus in einem Beitrag für das Monatsmagazin Cicero http://www.cicero.de -, dass sich viele Mitglieder von Attac und andere Globalisierungsgegner von der "komplizierten Materie der internationalen Wirtschaftsordnung” überfordert zeigen.

Das Fazit des "Annual Report” liest sich denn auch wie eine Widerlegung der lautstarken Kritiker eines so genannten "Raubtier-" oder "Manchesterkapitalismus”: "Eine freie, marktwirtschaftliche Ordnung trägt zu mehr Wirtschaftswachstum, zu höheren Einkommen und zu geringeren Einkommensunterschieden bei. In einer freien Marktwirtschaft leben die Menschen länger, sind die Staatsbediensteten weniger korrupt und gibt es weniger Analphabeten. Schlicht gesagt: Die Lebensqualität ist höher. Auch wenn die Feinde einer offenen Wirtschaft im linken und rechten Spektrum der Politik das Gegenteil behaupten, so ist doch klar, dass es die Marktwirtschaft ist, die uns auf den Weg zu Entwicklung und Wohlstand führt.”

Vertreter der Wirtschaft fühlen sich von einigen Thesen der Studie bestätigt. So verweist Michael Müller, Geschäftsführer der a & o after sales & onsite services GmbH in Neuss http://www.ao-services.de und Wirtschaftssenator des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft http://www.bvmwonline.de, auf die Überregulierung des Arbeitsmarktes hierzulande. "Subventionitis und überbordende Staatstätigkeit bringen uns nicht weiter. Dies beweist der Annual Report. Ausserdem belegt die Studie zum wiederholten Mal, dass unsere Steuer- und Abgabenquote im internationalen Vergleich zu hoch ist. Ein Kündigungsrecht, das weitestgehend zum Richterrecht geworden ist, blockiert Neueinstellungen. Wir brauchen keine Totalabschaffung des Kündigungschutzes, aber arbeitsmarktwirksame Reformen”, so Müller. Ebenfalls bestätigt sieht er sich durch die These des Papiers, wonach in Deutschland viel zu viele bürokratische Hürden bei der Anmeldung eines neuen Unternehmens zu überwinden sei. Dadurch mache man das Berufsziel Unternehmer nicht gerade attraktiv. Und dass es den mittel- und osteuropäischen "Tigern” wie Estland und Ungarn beim Grad der wirtschaftlichen Freiheit gelungen sei, sich sogar vor Deutschland zu platzieren, sei ein Alarmsignal. "Wir sind in den vergangenen Jahren vielleicht gar nicht so viel schlechter geworden. Nach dem Fall des eisernen Vorhangs sind im bisher abgeschnürten Teil Europas jedoch Marktkräfte freigeworden. Wir sollten alles daran setzen, dass uns diese Länder nicht eines Tages völlig abhängen”, lautet die Mahnung des Mittelstandsvertreters.


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Dies ist eine Pressemitteilung von medienbüro.sohn

bereitgestellt von: cklemp
Pressemitteilung drucken  Pressemitteilung als PDF  Pressemitteilung an einen Freund senden  Feedback an den Herausgeber senden

Kontakt-Informationen:
Firma: medienbüro.sohn
Ansprechpartner: Ansgar Lange

Meldungsart: Unternehmensinformationen
Versandart: bitte
Freigabedatum: 02.11.2004


Die Pressemitteilung stellt eine Meinungsäußerung des Erfassers dar. Der Erfasser hat versichert, dass die eingestellte Pressemitteilung der Wahrheit entspricht, dass sie frei von Rechten Dritter ist und zur Veröffentlichung bereitsteht. firmenpresse.de macht sich die Inhalte der Pressemitteilungen nicht zu eigen. Die Haftung für eventuelle Folgen (z.B. Abmahnungen, Schadenersatzforderungen etc.) übernimmt der Eintrager und nicht firmenpresse.de


Diese Pressemitteilung wurde bisher 805 mal aufgerufen.

Verlinkung-Tipps:



Direkter Link zu dieser Pressemeldung:




Diese Pressemitteilung bookmarken bei...


Tausendreporter BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Linkarena Mister Wong oneview Yahoo MyWeb YiGG Webnews Technorati



Über einen Link auf Ihrer News-, Presse- oder Partner-Seite würden wir uns sehr freuen.









Nach Kategorien:

[ weitere PresseInfos ][ Archiv ][ RSS-Feed ]
Mittelstandcafe
Tagesgeld-Konditionen
Pressemitteilungen der Druckerei WIRmachenDRUCK finden Sie auf wir-machen-druck.de unter Aktuelles.
Tausende Kontaktanzeigen und Seitensprung Kontakte aus ganz Deutschland für diskrete Treffen
Hochwertiges und günstiges Spielzeug, sowie Bastelbedarf und Bastelmaterial gibt es im didagoshop.
Moderne Badmöbel und viele tolle Möbel für Ihr Zuhause.
Für ein effektives und erfolgreiches Direktmarketing. Adressen kaufen bei Best Adress.
Mit einem einfachen Strompreisvergleich können Sie jeden Monat sparen.
Günstige Kredite für Selbstständige und Freiberufler - auch in schwierigen Fällen!
Kfz Ersatzteile von 100Pro-Ersatzteile.de, Autoteile in Erstausrüsterqualität.

Kategorien: [ PR Dienstleister ] [ PresseMitteilungen ] [ PressReleases ] [ Fachartikel ] [ Presseverteiler ] [ PresseKalender ] [ PresseTipps ]

Archiv: [2004] [2005] [2006] [2007] [2008] [2009] [2010] [2011]

firmenpresse ist ein Angebot von LayerMedia. Mehr Infos zum Unternehmen finden Sie hier.
Wenn Sie an Werbung in firmenpresse interessiert sind, so folgen Sie diesem Link
Copyright © 1996 - 2012 LayerMedia, Inc. und deren Content-Lieferanten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Jede weitergehende Verwendung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung, Vervielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung der LayerMedia sind untersagt.
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de
Startseite
kostenlos registrieren
Pressemitteilung veröffentlichen
Fachartikel veröffentlichen
Submit Press Releases
Pressetermin eintragen
Pressefach anlegen
PR-Dienstleister eintragen
PresseMitteilungen
Pressearchiv
Press Releases (english)
Fachartikel
WhitePaper
OnlineNews Archiv
Pressefächer
Firmenverzeichnis
PR-Dienstleister
firmenpresse MOBILE
MyPressCenter
 RSS Feed
PR Fachbeiträge
Pressemitteilung schreiben
Pressekonferenz organisieren
Literatur-Tipps
PresseArbeit
Tipps und Tricks rund um die erfolgreiche Pressearbeit Tipps & Tricks rund um die erfolgreiche
Pressearbeit mit Checklisten, PresseKonferenzen richtig organisieren, etc.
weiter
18.06.12 - 18.06.12
12. Single-Source-Forum

Kongresse
Messen
Presse-Treffen
Pressekonferenzen
Sonstige
Veranstaltung



Firmen die firmenpresse.de für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
[ 0 |  1 |  2 |  3 |  4 |  5 |  6 |  7 |  8 |  9 |  A |  B |  C |  D |  E |  F |  G |  H |  I ]
[ J |  K |  L |  M |  N |  O |  P |  Q |  R |  S |  T |  U |  V |  W |  X |  Y |  Z ]