Skandal um das größte Einkaufszentrum Europas, das "Golden Babylon" in Moskau
01.12.2009 - 14:20 | 141419
Russland Kurier. Die Stadt Behörden eröffnen ein Strafverfahren gegen die Betreiber des Shopping-Center "Golden Babylon". Es wurden gefälschte Dokumente vorgelegt.
(firmenpresse) - Dieses sagte der Abteilungsleiter Vladimir Malyshkov, von der Moskauer Behörde für Verbraucher-Märkte und Dienstleistungsunternehmen.
Europas größtes multifunktionales Einkaufszentrum, mit einer Fläche von mehr als 240 Tausend Quadratmetern, wurde am 18. November auf dem Prospekt Mira in Moskau eröffnet.
Auflagen wurden nicht erfüllt und auch Fälschungen vorgelegt
„Es gab die Auflage, Einrichtung für Behinderte zu schaffen. Es wurde aber nichts dafür getan.", sagte Malyshkov gegenüber Interfax. Weiter betonte er: „darüber hinaus gibt es für das "Golden Babylon" keine Sicherheitsdatenblätter. Trotzdem wurde die Eröffnung durchgeführt.“
Besonders schwerwiegend ist für Malyshkov: „Für die zur Eröffnung benötigten Genehmigungen wurden gefälschte Unterlagen vorgelegt. Diese Situation ist unhaltbar.“
Dem Unternehmen und den Architekten des Einkaufszentrums wurde dieses bereits schriftlich mitgeteilt und auch, dass die Erlaubnis zum Betreiben des Einkaufszentrum ungültig ist.
Das vorliegende Beweismaterial wurde an dem Bürgermeister von Moskau, Juri Luschkow und an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Diese wird in diesem Fall die weitere amtliche Untersuchung durchführen.
In einer Pressemitteilung teilte das Unternehmen „Golden Babylon“ mit: „Zusammen mit den Architekten des Projektes haben wir versucht eine angenehme Umgebung zum Einkaufen und zur Erholung zu schaffen. Wir sind zuversichtlich, dass durch die Eröffnung des Zentrums der Besuch ein echter Urlaub für unsere Kunden wird.“
Verkehrssituation um das "Golden Babylon" ist auch nur Chaos
Die Zeitschrift „TimeOut“ schreibt dazu: die Entstehung des neuen Einkaufszentrums hat die Verkehrssituation im Norden und Osten von Moskau sehr verschlechtert.
Tatsache ist, dass der Komplex nicht aus der Metro zu erreichen ist, man kann das "Golden Babylon" nur mit Bussen oder Minibusen erreichen. Darüber hinaus gibt es an der Kreuzung der Ostaschkow und Jaroslawl Autobahn nur noch Stau seit der Eröffnung.
Bewohner aus den umliegenden Gebieten haben auf Internet-Foren geschrieben, dass durch die Eröffnung der Shopping-Center es sehr schwer geworden ist für sie, auf ihre Arbeitsplätze oder in ihre Wohnungen zu gelangen. Unterdessen vermeldet die Abteilung für Marketing und Werbung vom "Golden Babylon" - die Auflage, dass die Situation des Verkehrs zu verbessern ist, würde erfüllt werden.
Wie soll dieses geschehen? Es liegt noch vieles im Argen im "Golden Babylon" und die rechtlichen Konsequenzen sind noch nicht abzuschätzen.
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