FAZ: Virtuelle Stellenbörse der Bundesagentur für Arbeit nutzlos und teuer
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Bestätigung findet diese kritische Haltung in der täglichen Praxis von Personalexperten der Wirtschaft. So versage die Bundesagentur nach Erfahrungen des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de bei der Vermittlung von arbeitslosen Ingenieuren. "Wir haben zuverlässige Daten darüber, dass es bei uns zur Zeit rund 12.000 beschäftigungslose Ingenieure gibt, aber wir haben keine Chance, über die Bundesagentur an diese Leute zu kommen," kritisiert Harvey Nash-Geschäftsführer Udo Nadolski. Sein Unternehmen bekomme ständig Anfragen nach geeignetem Personal. Es sei aber schwierig, diese Leute zu finden. Da die BA als Rekrutierungsstelle fast völlig ausfalle, arbeite Harvey Nash vor allem mit der eigenen Datenbank und schaue sich auf den Recruting-Messen des VDI um.
Der Bedarf an Ingenieuren sei nach wie vor hoch. Besonders bei hardwarenahen Entwicklungsprojekten in der Automobilbranche, wo es darum geht, die fortschreitende Digitalisierung in den Fahrzeugen abzubilden. "Die Mechanik wird zunehmend durch digitale Schaltungen ersetzt. In diesem Umfeld gibt es ein sehr starkes Wachstum und sehr starke Nachfrage nach Arbeitskräften für die hardwarenahe und objektorientierte Programmierung dieser Bauteile. Das fängt an bei Einspritzanlagen für Dieselfahrzeuge, die elektronisch gesteuert werden. Das hört auf beim Mensch-Maschinen-Interface, wo es darum geht, die Kommunikation zwischen der Rechnerwelt im Fahrzeug und dem Fahrer oder dem Beifahrer effektiv und erfolgreich zu gestalten", berichtet Nadolski von den Projekten seines Unternehmens. Bei der virtuellen Jobbörse der Bundesagentur könne man da nicht fündig werden.
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Datum: 25.02.2005 - 14:17 Uhr
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