Neue Technologien sollten den Billing-Businessmodellen folgen
11.03.2005 - 16:40 | 14801
(firmenpresse) - Hannover - Immer mehr Internet-Nutzer sind nach einem Bericht des Handelsblattes bereit, für Inhalte und Dienste im Internet zu zahlen. Der Bericht bezieht sich auf die Studie "Deutschland Online 2". Danach könnte das Marktvolumen für Internet-Bezahldienste von derzeit 45 Millionen Euro bis 2010 auf 185 Millionen Euro wachsen. Schwachstelle für die Entwicklung des E-Commerce, so die Erfahrung von Omar Khorshed, Vorstandsvorsitzender der Düsseldorfer acoreus AG http://www.acoreus.de, seien dabei immer noch die unzureichenden Abrechnungsmöglichkeiten im Internet. "Neue Technologien sollten den Billing-Businessmodellen folgen und nicht umgekehrt. Man kann nicht neue Dienste erst entwickeln und danach über Bezahlmöglichkeiten nachdenken. Hier werden im E-Commerce die meisten Fehler gemacht", sagte Khorshed bei einem CeBIT-Expertengespräch in Hannover. Die Erfolgsstory von Apple bei Musik-Downloads sollte für neue Dienste im Internet oder Mobilfunk als Richtschnur gelten.
"Viele Technologiefirmen sind nicht in der Lage, massenfähige Produkte mit attraktiven, einfachen und kostengünstigen Billingangeboten zu etablieren. Mobilfunkunternehmen sollten sich mit Spezialisten verbinden, um neue Produkte an den Start zu bringen", so Khorshed. Auch im öffentlichen Dienst, so die Meinung von Behörden Spiegel-Chefredakteur Achim Deckert http://www.behoerdenspiegel.de, sei die Abrechnung häufig der grösste Bremspunkt, um fertig entwickelte Module im E-Government einzusetzen. "Hier liegt besonders für Kommunen ein enormes Geschäfts- und Einnahmepotential", betonte Deckert. Alleine könnten Behörden diese Aufgabe nicht stemmen.
"Ob in der Telekommunikation, im Internet oder im Mediengeschäft, beim Billing mangelt es an Erfahrungen, Kenntnissen und dem nötigen Bewusstsein", sagte Bernd Meidel, Geschäftsführer der Vogel Online GmbH http://www.clickmall.de. Es müsse deshalb bei Bezahlsystemen eine starke Vernetzung geben mit dem Ziel, das Produkt an den Kunden zu bringen - mit einfachen und verständlichen Rechnungen, ohne Unannehmlichkeiten. Khorshed äusserte sich dennoch optimistisch über die Entwicklungschancen des E-Commerce. "Hier entsteht eine der stärksten Handelsformen der Zukunft. Man sollte sich dabei auf seine Kernkompetenzen konzentrieren und nicht seine Zeit mit Technologie- und Systemfragen verschwenden. Das können Billing-Dienstleister besser. Der Mehrwert für Kunden ist entscheidend", so das Resümee von Khorshed.
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