Private Hochschulen zufrieden mit der Neuordnung des Akkreditierungssystems

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(ots) - Nach dem Stand der Beratungen der Länder wird
das neue Akkreditierungssystem Anfang 2018 in Kraft treten. Das
Bundesverfassungsgericht hat in seinem Beschluss auch die
Wissenschaftsfreiheit gegenüber den Akkreditierungsinstitutionen
gestärkt.

Bei der ASIIN Veranstaltung Zeiten des Wandels der deutschen
Hochschullandschaft: Die Neuordnung des deutschen
Akkreditierungssystems ab 2018 am 12. Und 13. September in Berlin, wo
das neue System vorgestellt wurde, zeigte sich der Vorstand des VPH
mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden.

Vorstandsvorsitzender des VPH (Verband der Privaten Hochschulen
e.V.) Prof. Klaus Hekking: "Das Verfahren vor dem
Bundesverfassungsgericht hat sich gelohnt, wir haben fast alles
erreicht, was uns wichtig war:

- Ein rechtsstaatliches Akkreditierungssystem mit Rechtsschutz der
Hochschulen gegen Akkreditierungsentscheidungen und Anhörung der
Hochschulen vor ablehnenden Entscheidungen und der Festlegung von
Auflagen.
- Gleichbehandlung von staatlichen und privaten Hochschulen
Obligatorische Qualitätssicherung für alle Hochschulen und nicht nur
für private Hochschulen. Während letztere praktisch alle Studiengänge
akkreditiert haben, ist das bei ersteren nicht der Fall.
- Transparenz des Verfahrens und Verlässlichkeit für die Studierenden
durch die Veröffentlichung von Akkreditierungsentscheidungen in einem
öffentlichen Akkreditierungsportal. Dies ist auch deshalb wichtig, da
immer mehr Tarifverträge die Eingruppierung von der Akkreditierung
der Abschlüsse abhängig machen
- Obligatorische Evaluation des Akkreditierungsverfahrens nach 5
Jahren, um es an neue Entwicklungen anzupassen. Damit wird die
Innovationsfähigkeit der Qualitätssicherung gewährleistet
- Reduzierung des bürokratischen Aufwands durch vereinfachte
Reakkreditierung, durch Verlängerung der Akkreditierungszeit auf 8




Jahre, Digitalisierung der Akkreditierung, sowie der Möglichkeit der
gemeinsamen Systemakkreditierungen mehrerer kleiner Hochschulen und
die Möglichkeit alternative Qualitätssicherungsverfahren anzuwenden."

Der VPH freut sich auch, dass nach den Vorstellungen der
Kultusministerkonferenz künftig auch ein Vertreter der privaten
Hochschulen im Akkreditierungsrat vertreten sein soll. Auch begrüßt
Prof. Hekking die konstruktive Zusammenarbeit der KMK mit dem VPH.
Nur in einem Punkt konnte der VPH sich nicht durchsetzen.

Vorstandsvorsitzender Hekking: "Eine Verschweigungsfrist bei
Verzögerungen von Akkreditierungsentscheidungen konnten wir nicht
durchsetzen. Wir glauben aber, dass das neue Verfahren seinen Auftrag
der Qualitätssicherung für Studierende und Hochschulen besser
erfüllen wird als bisher."

Der VPH vertritt 71 private Hochschulen und engagiert sich
insbesondere für ein pluralistisches Hochschulsystem in Deutschland
mit fairem Wettbewerb und die Autonomie der Hochschulen.



Pressekontakt:
Piret Lees
Verband der Privaten Hochschulen e.V.
Bonhoefferstraße 1
69123 Heidelberg
Tel.: 06221 / 883 616
Fax: 06221 / 883 637
service(at)private-hochschulen.net
www.private-hochschulen.net

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Datum: 13.09.2017 - 16:05 Uhr
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