Potenzial der IP-Telefonie noch lange nicht ausgeschöpft
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Stuttgart, www.ne-na.de - Nach Einschätzung des Stuttgarter IT-Dienstleisters Nextiraone http://www.nextiraone.de sei die Technologie für die IP-Telefonie zwar ausgereift. Mängel gebe es noch bei den darunter liegenden Datennetzen. "Hier fehlt teilweise die nötige Servicequalität, die man für eine hochqualitative Sprachübertragung braucht. Jeder Nutzer von Internet-Telefonie muss heute noch damit rechnen, dass es bei ausländischen Gesprächen, wo man nicht durchgängig auf eine gute Infrastruktur zurückgreifen kann, zu Gesprächsunterbrechungen und Qualitätseinbussen kommen kann. Doch viele Nutzer nehmen diese Mängel, die durch den zunehmenden Ausbau der Daten-Highways abgestellt werden, in Kauf. Da die Kommunikation innerhalb des Internets mit einem Gesprächspartner im Internet kostenfrei ist, akzeptieren sie die gelegentlichen Qualitätseinbussen", erläutert Nextiraone-Geschäftsführer Helmut Reisinger.
Für den Unternehmensgebrauch eigne sich hingegen IP-Telefonie ausgezeichnet. Selbstverständlich müsse in jedem Unternehmen individuell geprüft werden, ob sich IP-Telefonie auch aus Kostengründen lohne. Doch bei einer Vielzahl der Firmen sei dies der Fall. "Ich kenne Beispiele, bei denen Kunden allein bei den Gebühren und der Verwaltung dermassen sparen, dass innerhalb von sieben Monaten einen Return of Investment erzielt wurde. Doch Kosten sind nicht alles. Die Tatsache, dass man seine Sprache über ein IP-Netz transportieren kann, bedeutet auch, dass alles, was sonst auf meinem IP-Netz passiert, mit dieser Protokoll-Sprache verbunden werden kann. Dadurch ist ein Unternehmen in der Lage, ganz anders zu kommunizieren und sich zu vernetzen. Das ist wichtig für erweiterte Funktionen wie bei multimedialen Call und Contact Center, wo man beim Anruf eines Kunden über die Rufnummernerkennung oder eingebaute Sprachportale entsprechende Datensätze hochladen kann", so Reisinger. Diese breiteren Möglichkeiten führten auch zu einem neuen Design bei IP-Telefonen, die allesamt grosse Displays und Texteingabefelder haben.
In Frankreich habe beispielsweis grosse Teile des Autobahnnetzes unter Vertrag. Alle Videokameras, die dort installiert seien, lassen sich über jedes IP-Telefon nach entsprechender Eingabe eines Sicherheitscodes anwählen und steuern. Diese Zusammenführung der Kommunikationswege biete klare Vorteile. Das Einsparpotenzial liege darin, dass man nur noch auf ein Endgerät zurückgreifen müsse. "In der Privatwirtschaft gibt es viele Arbeitsplätze, in denen kein PC oder Laptop gebraucht wird. Ob das der Lagerarbeiter ist mit seinem Mobiltelefon, ob das der DHL-Ausfahrer ist oder der Kassierer an der Tankstelle, der die neue Technik in sein Kassensystem integriert haben möchte: Es bieten sich vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Und ob dieses Endgerät in Zukunft Telefon heisst oder PDA oder XDA oder sogar Armbanduhr, das ist letztlich völlig unerheblich", sagt der Geschäftsführer von NextiraOne Deutschland.
Das klassische Telefoniegeschäft werde in Zukunft abnehmen und sukzessive durch IP Telefonie ersetzt; zu dieser Vorhersage brauche man keine prophetische Gabe. Grossprojekte wie das der britischen Telekom (BT), die ihr gesamtes Carrier-Netzwerk auf VoIP umstellen will, hätten deutliche Auswirkungen auf den Markt. Bei dem Projekt wird unter anderem Technik von Alcatel, Cisco und Siemens gekauft.
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Datum: 07.07.2005 - 09:27 Uhr
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