(dts) - Der Untersuchungsausschuss zur Kundus-Affäre bereitet sich auf eine Vernehmung von Oberst Georg Klein vor. Da die Bundesanwaltschaft noch prüft, ob sie gegen ihn ein Verfahren einleiten soll, hätte er zwar das Recht, die Aussage zu verweigern, will aber offenbar aussagen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel". Dafür spreche, dass sein Anwalt vom Bundesverteidigungsministerium die Genehmigung erhalten habe, an der geheimen Sitzung teilzunehmen. Oberst Klein hatte am 4. September vergangenen Jahres den Befehl erteilt, zwei entführte Tanklastwagen nahe Kundus zu bombardieren. Dabei kamen zahlreiche afghanische Zivilisten ums Leben. Der deutsche Offizier wird in mehreren Untersuchungsberichten zahlreicher Fehler und falscher Angaben bezichtigt. Der Untersuchungsausschuss hat Klein als ersten Zeugen für diesen Mittwoch vorgeladen.
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