Offshore-Windenergie in Großbritannien gewinnt an Schwung - große Chancen für Zulieferer
- Auch deutsche Unternehmen gehören zu den Gewinnern der jüngsten Ausschreibung
- Seminar"Offshore-Wind in Großbritannien: Strategische Weichenstellungen"am 9. März 2010 in Rostock
Zu den Projektentwicklern, die einen Exklusivzonen-Vertrag abgeschlossen haben, gehören auch deutsche Unternehmen. Konsortien mit deutscher Beteiligung werden bis 2020 knapp die Hälfte der geplanten Offshore-Gesamtkapazität von 32 GW errichten. Allerdings ist die europäische Elektrizitätsinfrastruktur noch unzulänglich, hier besteht dringender Handlungsbedarf.
Der britische Premierminister Gordon Brown erklärte zu den jüngsten Entscheidungen: "Die Offshore-Windindustrie steht im Zentrum des Wandels hin zu einer emissionsarmen britischen Wirtschaft, die im Jahre 2020 einen Wert von 75 Mrd. GBP haben, und für die Entstehung von 70 000 Arbeitsplätze sorgen könnte." Die neun gigantischen Windparks vor der Küste des Vereinigten Königreichs, die ab 2013 gebaut werden sollen, werden bis 2020 eine installierte Gesamtkapazität von 32 GW liefern.
Wie GTAI am 12. Januar 2010 meldete, dürften die deutschen und dänischen Technologiefirmen mit zu den Gewinnern zählen: Einem Bericht der Tageszeitung Times zufolge werden die Windparkentwickler das Gros der bis 2020 rund 6.400 benötigten Windkraftanlagen voraussichtlich aus diesen beiden Ländern beziehen.
So erhielt das Forewind Consortium unter Beteiligung der britischen RWE-Tochter Npower Renewables den Zuschlag für die Errichtung des mit 9 GW größten Offshore-Projekts in der Dogger Bank Zone.
Siemens Project Ventures und Hochtief sind an einem Konsortium beteiligt, das in der Hornsea Zone Offshore-Windkapazitäten von rund 4 GW entwickeln wird. E.ON UK erhielt den Zuschlag für die Entwicklung von Windparks mit einer Kapazität von rund 600 MW in der Hastings Zone.
Die Entwicklungen in der britischen Offshore-Industrie stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Düsseldorfer Unternehmensberatung "windConsultant" am 9. März 2010 in Rostock (www.windConsultant.de).
Es referieren u.a. David Still von Clipper Windpower UK, Mirelle Ball vom Department of Energy and Climate Change, Clare McDermott von One North East, einer britischen Offshore-Region und Paul Gibson von MPI Offshore UK sowie Richard Krasenberg von Mott MacDonald UK. Deutsche Offshore-Unternehmen, die sich in Großbritannien engagieren möchten, stellen sich ebenfalls vor.
Zu den Partnern der Veranstaltung gehört neben dem Wind Energy Network Rostock e.V. auch die EnergieRegion.NRW. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen repräsentiert traditionell eine besonders hohe Dichte von Zulieferern für die internationale Windbranche. Andree Iffländer, Vorsitzender des Wind Energy Network Rostock e. V., erläutert: "Aufgrund des weltweit stark wachsenden Ausbaus der Windenergie und der Erschließung von Offshore-Windenergie eröffnen sich neue Absatzmärkte, von denen die Unternehmen und Mitglieder des Netzwerkes profitieren können."
Michael Sturm, Chef der Landeswirtschaftsförderung, ergänzt: "Unternehmen aus unserem Bundesland engagieren sich bereits jetzt international unter anderem in Großbritannien. Wir wollen diese Basis stärken und freuen uns daher sehr, das UK-Seminar in Rostock als Kooperationspartner begleiten zu können."
Weitere Informationen und Bildmaterial können Sie jederzeit anfordern. Die Teilnahme an dem Seminar ist für akkreditierte Journalisten kostenlos (www.windConsultant.de).
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Datum: 09.02.2010 - 15:40 Uhr
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