Seniorenwirtschaft als Jobmotor - Wer die Bedürfnisse der Älteren berücksichtigt, wird Gewinn machen
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Der Diskurs über die Demographie hat hierzulande häufig den Charakter der Angstmacherei. Diese Angststarre blockiert die Entwicklung einer Strategie, wie mit der Tatsache umgegangen werden kann, dass Kunden wie Mitarbeiter älter werden. Man spricht auch vom "Agequake". Mit den Folgen dieses nicht sehr überraschenden Altersbebens beschäftigen sich die Unternehmen bisher nur am Rande, meint zum Beispiel Stephan A. Jansen, Präsident der Zeppelin University in Friedrichshafen http://www.zeppelin-university.de. Jansen verweist auf eine Studie seiner Universität, wonach in vielen Unternehmen keine belastbaren Daten zur demographischen Entwicklung im Hinblick auf Alterstruktur von Kunden und Mitarbeitern vorliegen. Es zeige sich auch, dass grosse und mehrheitlich börsennotierte Business-to-Consumer-Unternehmen mit einer überdurchschnittlichen Umsatzentwicklung in der Vergangenheit die höchste Sensibilität in diesen Fragen an den Tag legen. "Dies ist ein Fehler", sagt Michael Müller, Geschäftsführer der auf IT-Dienstleistungen spezialisierten a & o-Unternehmensgruppe http://www.aogroup.de und Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de. "Auch die Mittelständler, die ja das Gros der deutschen Wirtschaft stellen, müssen sich auf diese neue Wirklichkeit einstellen. Gerade bei den Altersdienstleistungen sehe ich einen Markt, der zu erschliessen ist."
Um nicht den Überblick zu verlieren, empfiehlt Jansen die Einrichtung eines so genannten "Demography Managers", der als Netzwerker zwischen Kunden und Mitarbeitern, Vertrieb und Forschung & Entwicklung, zwischen Personalmanagement und Kapitalmarkt agiert. Insbesondere Deutschland muss sich dem Thema stellen, da es hinter Italien und Japan die ungünstigsten demographischen Bedingungen aufweist. Unternehmensinformation / Kurzprofil:
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Datum: 15.09.2005 - 09:33 Uhr
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