81% der Berliner: Jugendliche haben heute schlechter Chancen am Arbeitsmarkt, als noch vor 20 Jahren
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degewo steigert ihren Nutzen für Berlin deutlich
Fragt man die Berliner nach den Chancen junger Menschen, einen Ausbildungsplatz bzw. eine feste Anstellung zu finden, so glauben 51 Prozent das diese "deutlich schlechter" sind als noch vor 20 oder 30 Jahren, 30 Prozent meinen sie seien "schlechter". Besonders in Reinickendorf (62 Prozent) und Tempelhof-Schöneberg (58 Prozent) bewertet man die Berufsstartaussichten mit deutlich schlechter. Als insgesamt schlechter empfinden besonders Pankower und Spandauer die Thematik. Das Meinungsforschungsinstitut Info GmbH hat im Auftrag der degewo mehr 1.000 Hauptstädter befragt.
Die Gründe hierfür sind vielfältig. 58 Prozent meinen, die Politik setze sich zu wenig für die Schulabgänger ein, 54 Prozent sagen, die Unternehmen bieten zu wenig Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Wenn es um die Fähigkeiten und Eigenschaften der Heranwachsenden geht, ist die überwältigende Mehrheit sicher, dass gute Deutschkenntnisse der Schlüssel zum Erfolg sind. 97 Prozent der Berlinerinnen und Berliner sagen das. Gute Umgangsformen (96 Prozent), Eigeninitiative (94 Prozent) und Disziplin (92 Prozent) folgen auf den Plätzen. Gute Beziehungen (67 Prozent), Körperliche Fitness (65 Prozent) und Ellenbogen (54 Prozent) sind deutlich weniger wichtig.
Erstaunlich ist, dass 70 Prozent der Berliner fordern, Unternehmen sollten sich stärker an den Schulen engagieren. Nur 9 Prozent lehnen das ab. "Ich finde es bemerkenswert, wie unbefangen die Berliner das Engagement von Unternehmen an Schulen sehen", sagt degewo-Vorstandsmitglied Frank Bielka. "Es bestärkt uns darin, unsere Anstrengungen in diesem Bereich weiter fortzusetzen und, da wo es sinnvoll ist, sogar zu intensivieren." Vor vier Jahren hat die degewo im Weddinger-Brunnenviertel einen Bildungsverbund ins Leben gerufen, der mittlerweile auch in der Gropiusstadt initiiert worden ist. Dabei vernetzen sich Schulen und Kitas, schärfen ihr Profil, sorgen für ein besseres Bildungsklima und stärken so die Chancen der Schülerinnen und Schüler. Außerdem unterstützt die degewo unter anderem das Projekt "Lesepaten" sowie die Aktion "Kids in die Sportklubs" des Landessportbundes.
Ein Engagement, zu dem viele weitere Aktivitäten hinzukommen und das sich auch für das Land Berlin bezahlt macht. Nach neuesten Berechnungen der Humboldt-Universität zu Berlin hat die degewo ihre so genannte Stadtrendite nach knapp 34 Millionen Euro in 2005 auf jetzt 48,7 Millionen Euro im Jahr 2008 gesteigert. "Mit der neuen Studie zur Stadtrendite ist die degewo jetzt als eines der ersten Unternehmen in Deutschland in der Lage, nachzuweisen, welchen gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Nutzen wir der Stadt einbringen", erklärt Frank Bielka. Die neue HU-Studie ermuntert das Wohnungsunternehmen seine Bemühungen auch für junge Menschen fortzusetzen.
Denn noch etwas hat die Umfrage der degewo zu Tage gebracht. 82 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass jungen Menschen viel zu selten die Möglichkeit gegeben wird, zu zeigen, was in ihnen steckt. Dabei hätten sehr viele, die heute arbeitslos oder auf Jobsuche sind, Fähigkeiten und Potenziale. 89 Prozent der Neuköllner sowie Marzahn-Hellersdorfer vertreten diese Meinung. "Das deckt sich mit den Erfahrungen, die wir gemacht haben", sagt Frank Bielka. Für mehr als 50 Einzelprojekte stellt die degewo fast 10.000 qm Gewerberäume zu günstigen Konditionen oder kostenfrei zur Verfügung. "Ob in der Pension 11. Himmel, bei Kulturgymnastik e.V. oder in der Zeitgeister-Werkstatt, wir geben vielen jungen Menschen die Chance sich mit ihren Ideen und Fertigkeiten einzubringen und auch Verantwortung zu übernehmen. Enttäuscht werden wir dabei nur ganz, ganz selten."
Hinweis an die Redaktionen: Die Charts zur Umfrage können wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen. Melden Sie sich bei manuela.lehmann@degewo.de.
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Datum: 24.02.2010 - 15:47 Uhr
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Ansprechpartner: Michael Zarth
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