Nichts Neues gab es am Freitagabend im dritten Spiel der Wild Boys gegen die Profis der Saale Bulls Halle. Nach bereits zwei zweistelligen Niederlagen wurde auch diese Partie mit 1:11 (0:3,0:5,1:3) recht deutlich verloren.
(firmenpresse) - Nach zuletzt zwei, für Hallenser Verhältnisse, schwachen Spiele, machten die Bulls von Beginn an klar wer Herr im Hause ist. Nur mit viel Glück konnten die Chemnitzer einen frühen Rückstand verhindern. Halle setzte sich im Chemnitzer Drittel fest, doch ehe das erste Tor fallen sollte, fiel erst einmal der Linesman. Bei einem Zweikampf an der Bande konnte er sich nicht schnell genug in Sicherheit bringen und fand sich zum Jubel der 627 Zuschauer unter den beiden Spielern wieder. Als die erste Chemnitzer Strafe angezeigt war, ging der Hallenser Goalie Pascha vom Eis und die Bulls nutzten diese Situation um durch Matthias Schubert mit 1:0 in Führung zu gehen. Chemnitz nur mit einer Chance, als Halle eine Strafzeit aufgebrummt bekam, doch ein Tor sollte nicht fallen. Gegen Ende des Drittel erhöhten die Bulls noch durch Hruby und Miklik auf 3:0
Im zweiten Abschnitt dann gleich das schnelle 4:0 durch Schubert und der Widerstand der Chemnitzer war endgültig gebrochen. Zwar versuchte man nach vorn selbst was zu erreichen, vergaß dabei aber stellenweise die Defensivarbeit. So konnten die Hallenser in den letzten zehn Minuten des Drittels das Ergebnis auf 8:0 nach oben schrauben. Dabei durften sich mit Zille, Fadrny, Hruby und Kasperczyk auch vier verschiedene Spieler in die Trefferliste eintragen. Zu Ende des Drittels gab es noch kleine Nickligkeiten, welche sich bis in den Kabinengang fortsetzten, aber ohne Auswirkung blieben.
Im Schlussabschnitt das gleiche Bild, nur das die Hallenser jetzt mit ihren Chancen fahrlässig umgingen. Chemnitz weiterhin bemüht selbst den einen oder anderen Treffer zu erzielen, aber wenn man doch mal durch kam, war bei Norbert Pascha Endstation. Bevor es mit Toren weiter gehen sollte gab es erstmal eine Boxeinlage des Hallensers Kai Schmitz. Nach einem Zweikampf mit Björn Schenkel riss er dem Chemnitzer Verteidiger den Helm vom Kopf, schmiss seine Handschuhe weg und schlug auf Schenkels Kopf ein. Zur Verwunderung zumindest der Chemnitzer Fans, kam Schmitz mit einer 2+2 Minutenstrafe davon, obwohl das Regelwerk dafür eigentlich etwas ganz anderes vorsieht. Danach wurde wieder gespielt und als dann die Hallenser wieder einmal eine Riesenchance ausließen, nutzte Tobias Rentzsch den Gegenzug zum Ehrentreffer der Wild Boys. Der Rest ist schnell erzählt. Zille und Fadrny stellten den Endstand zum 11:1 her und Kuhlee kassierte noch eine 10 Minuten Disziplinarstrafe.
Damit siegte Halle auch in dieser Höhe völlig verdient, doch stellt sich dem Betrachter die Frage, warum sich bei so einem Spielstand und einer mehr als fairen Partie, einige Spieler zu solchen Aussetzern hinreisen lassen, wie es Schmitz und Kuhlee taten.
Für die Wild Boys heißt es nun nächsten Freitag (5.3., 20:00 Uhr) auf heimischen Eis im direkten Duell mit den Preussen den vorletzten Platz zu sichern.
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