Variable Gehälter in Deutschland auf dem Vormarsch

Variable Gehälter in Deutschland auf dem Vormarsch

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(firmenpresse) - Frankfurt am Main/Bonn - Das Thema der Lohnvergütung wird für Arbeitnehmer immer wichtiger, obwohl sie dieser Frage durchaus kritisch gegenüber stehen. Viele Arbeitnehmer wünschen sich nicht, dass die Höhe ihres Gehalts von der Leistung abhängig gemacht wird. Für fast die Hälfte der Arbeitnehmer ist die Sicherheit eines Festgehalts vorrangig.

Eine Umfrage unter Arbeitnehmern im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad http://www.randstad.de hat ergeben, dass 49 Prozent der Beschäftigten es ablehnen, einen Teil ihres monatlichen Gehalts an ihre Leistung im Beruf zu koppeln, wenn dadurch das Grundgehalt reduziert werden könnte, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) http://www.faz.net . Auch die Aussicht auf eine mögliche höhere Vergütung überzeugt viele Arbeitnehmer nicht. 51 Prozent der Befragten befürworten, einen Teil ihres Gehalts leistungsbezogen zu erhalten. Zwei Drittel sehen einen Anteil von bis zu 30 Prozent als ideal an. Zwölf Prozent der Befürworter und somit sechs Prozent aller Befragten wollen, dass die Hälfte ihres Gehalts leistungsbezogen vergolten wird. Die Randstad-Geschäftsführerin Heide Franken deutet die Ergebnisse der Umfrage als Hinweis auf eine gestiegene Leistungsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit: "Die Arbeitnehmer in Deutschland sind heute zu grösserer Flexibilität bereit. Das bezieht sich zum einen auf den Arbeitsmarkt, aber auch auf das Gehalt: Leistung soll angemessen bezahlt werden."

Die Hälfte aller Arbeitnehmer ist der Meinung, mit einem leistungsbezogenen Gehalt insgesamt mehr verdienen zu können. Ein Drittel der befragten Arbeitnehmer will nur nach ihrer individuellen Leistung bewertet werden. Dagegen ist ein Fünftel der Ansicht, bei der Bemessung der Ergebnisse die Leistung des Teams oder der Abteilung zu bewerten. Es gibt aber auch sehr kritische Meinungen zur Lohnvergütung, da von 39 Prozent der Arbeitnehmer annehmen, eine Bewertung von leistungsbezogenen Gehältern sei nicht gerecht und auf ehrliche Weise möglich.



Auf das Arbeitsverhalten hätte eine leistungsbezogene Vergütung bei den meisten keine Auswirkungen. Dennoch sagen 42 Prozent, sie würden ihr Verhalten nicht ändern, auch wenn ein Teil ihres Gehalts direkt von den Leistungen im Beruf abhängt. Weitere 30 Prozent würden ihre Aufgaben besser planen, 29 Prozent würden mehr arbeiten oder Überstunden machen, neun Prozent machen weniger Pausen und sechs Prozent führen in Folge dessen weniger Gespräche mit Kollegen.

In einer Vergütungsstudie für die Brauereiwirtschaft konnte Marc Emde, Mitglied der Geschäftsleitung der Kölner Kirch Personalberatung http://www.kirchconsult.de, feststellen, dass durchschnittlich 51 Prozent der befragten Studienteilnehmer in dieser Branche eine variable Vergütung erhalten. Andere deutsche Unternehmen sind hier allerdings schon wesentlich weiter. "So werden Prämien als alleinige Form der variablen Vergütung beispielsweise im Call Center häufig als Jahresabschlusszahlung gewährt. Bei steigendem Konkurrenzdruck können Unternehmen nicht nach Schema F vorgehen und sollten überdurchschnittliche Leistungen, die zum Geschäftserfolg des ganzen Unternehmens beitragen, auch zusätzlich honorieren. Leistungsprämien müssen aber wirklich an messbare Mehr-Leistungen gekoppelt sein und dürfen nicht zur Routine werden. Dann schafft man eine Erwartungshaltung bei den Empfängern und spornt sie nicht zu mehr Engagement an", erläutert Emde.

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