Wahrer und falscher Neoliberalismus - Wilhelm Röpke als geistiger Vater der alten Bundesrepublik
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Im deutschsprachigen Raum war es vor allem Wilhelm Röpke (1899-1966), der den Begriff philosophisch begründete. Ihn trieb die Frage um, wie man eine Revision des Liberalismus einleiten könne, der die richtigen Lehren aus dem Verfall der Weltwirtschaft seit Ende des 19. Jahrhunderts zog. Röpke liess keinen Zweifel daran, dass eine civitas humana sich in der wirtschaftlichen Ordnung auf die Prinzipien freier Preisbildung und individueller Verantwortung zu gründen hatte. Marktwirtschaft und Freihandel waren für ihn die einzig kongenialen Wirtschaftsformen zur civitas humana. Hennecke beschreibt Röpke als leidenschaftlichen Kommunalisten, Föderalisten, Patrioten, Europäer und Weltbürger und wandte sich daher in der Europapolitik gegen alle Formen planwirtschaftlicher und zentralistischer Pseudointegration.
"Dieser Neobliberalismus war die Grundlage des Erfolgs der alten Bundesrepublik, deren geistiger Vater Wilhelm Röpke wurde, als er im Sommer 1945 Grundentscheidungen einforderte, die damals niemand auszusprechen wagte: Marktwirtschaft, Föderalismus und Westbindung statt einer Einheit um jeden Preis. Davon hat sich das Land inzwischen weit entfernt. Wer nach Wegen aus dem deutschen Reformstau sucht, kommt an vielen Antworten, die Röpke gegeben hat, nicht vorbei", so Hennecke, der bisher als Publizist unter anderem für die Welt und als Buchautor über Friedrich August von Hayek und die rot-grüne Regierungsbilanz hervorgetreten ist. Zuletzt erschien sein Buch "Wilhelm Röpke. Ein Leben in der Brandung" im Schaeffer-Poeschel-Verlag.
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