Internationale Investoren hungrig nach neuen Anlagemöglichkeiten
02.01.2006 - 14:14 | 17815
(firmenpresse) - Bonn/Moskau - In den internationalen Medien kommt Russland in diesen Tagen schlecht weg. Transparency International http://www.transparency.de hält das Land für eines der korrumpiertesten der Welt (Platz 126 von 159). Und momentan überschattet der Streit zwischen Russland und der Ukraine die Berichterstattung über die Wirtschaft in Putins Riesenreich. Russland drehe der Ukraine den Gashahn zu, betreibe ungeniert Geopolitik und greife zum Mittel der Erpressung; so lauten die Schlagzeilen. Die Geschäftswelt analysiert die reale Lage kühler. Die Einschätzung der Situation in Russland dürfe nicht nur eine emotionale Augenblicksaufnahme sein, so Beobachter. Nach Ansicht von Wirtschaftsfachleuten werden die meisten Investoren nicht auf die traditionell hohe Business-Rentabilität in Russland verzichten. Laut Wadim Soskow, Vizepräsident der Moskauer Investmentgesellschaft Aton Capital http://www.aton.ru, hat sich die Einstellung der westlichen Investoren zu Russland kaum verändert.
"Die internationalen Investoren sind hungrig nach neuen Anlagemöglichkeiten, die ein gemässigtes Risiko mit einem hohen Ertrag kombinieren. Die internationalen Anleger sehen die ehemaligen Sowjetrepubliken als ein viel versprechendes und attraktives Investitionsziel an", schreibt der Düsseldorfer Vermögensberater Jörg Peisert, Geschäftsführer der Jörg Peisert und Partner Vermögensmanagement GmbH http://www.jpp-online.com, in der Januar-Ausgabe seines Finanzbriefes. Zurzeit besonders attraktiv: der Bergbau in Russland und den GUS-Ländern. "Wir glauben, dass der Edelmetall- und Bergbausektor Russlands eine neue Investitionsidee darstellt, die darauf wartet, im Mittelpunkt zu stehen. Unser Ziel ist es, einen Dialog zwischen den beiden Parteien zu erleichtern, um die Investitionsauswahl für Investoren zu erweitern und den Anlegern die Möglichkeit zu geben, den Unternehmensvertretern ihre Kommentare sowie Anliegen mitzuteilen", sagt Alexander Kandel, CEO von Aton Capital.
Die Fakten sprechen für sich: Russland ist der fünftgrösste Goldförderer der Welt und weist das schnellste Wachstum des Fördervolumens auf; die jährliche Wachstumsrate in den vergangenen fünf Jahren betrug ungefähr neun Prozent. Darüber weist Russland äusserst niedrige Förderkosten auf; sie bewegen sich durchschnittlich bei 220 Dollar pro Unze. Dies ist 14 Prozent niedriger als der globale Schnitt. Auch bei Platin und Palladium gehört Russland zu den führenden Förderern in der Welt. Das Land verbucht rund 15 Prozent des gesamten Platin- und 50 Prozent des Palladiumausstosses der Welt. Der grösste Teil dieses Ausstosses entfällt auf Norilsk Nickel http://www.nornik.ru.
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