(dts) - Der Schriftsteller Martin Walser hat persönliche Vorwürfe gegen Kritiker Marcel Reich-Ranicki erhoben, der 1976 Walsers Buch "Jenseits der Liebe" als "belanglosen Roman" verrissen hatte. Walser fühlte sich, so sagt er heute, aus dem Reich der Dichter ausgewiesen: "Solch eine Machtausübung, die einem so weh getan hat, erlischt nicht", sagte Walser in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Weiterhin kritisierte der 82-jährige Autor die Außenpolitik der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er ertrage nicht, "wie Deutschland in diesen Afghanistan-Krieg mit hineinstolpert. Es provoziert mich, dass dieses Land so dumm regiert wird. Es tut mir leid, aber Frau Merkel, die ich achten kann und sympathisch finde, kommt mir außenpolitisch unreif vor", so Walser.
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