(firmenpresse) - Die Mannschaft musste mit dem CFC-Bus nach Berlin fahren, was schon in der Vergangenheit nicht mit einem positiven Ergebnis belohnt wurde. Doch nun zur Chronologie des Spieles: Im Sonntagspiel bei den Preussen verpassten die Chemnitzer, durch eine 4:8 (1:2,2:4,1:1) Niederlage, sich von den Berlinern absetzten zu können.
Beide Teams wussten um die Bedeutung dieses Spieles und die Wild Boys begannen mutig nach Vorne und erzielten nicht unverdient das frühe 1:0 durch Kevin Geier. Es sah zunächst auch so aus, als ob die Chemnitzer weiterhin ihr Spiel spielen könnten. Jedoch Mitte des Drittels riss unverständlicher Weise der Spielfaden und Fadejevs gelang in Überzahl der 1:1 Ausgleich. Bei eigener Überzahl fiel dann auch noch der Führungstreffer der Berliner, was auch noch unter tätiger Mithilfe der Chemnitzer Hintermannschaft geschah. In der Rückwärtsbewegung wurde unverständlicherweise gewechselt, Jan Schertz sträflich übersehen und die sich daraus ergebene Chance ließ der Routinier natürlich nicht ungenutzt. Er lief allein auf den Chemnitzer Goalie Jan Letzsch zu und verwandelte sicher zum 2:1. Nicht mal zwei Minuten später wieder ein Aussetzer der Verteidigung und schon stand es 3:1. Diesmal lies man Jentzsch völlig frei stehen und auch er bedankte sich für dieses Geschenk.
Wer von den nur 145 Zuschauern, darunter 15 Chemnitzer, dachte eine Pausenpredigt würde die Chemnitzer wieder zurück ins Spiel bringen, sah sich leider getäuscht. Die Preussen schafften es, sich durch zwei weitere Treffer von Jentzsch auf 5:1 abzusetzen. Allerdings lebten die Chemnitz noch und so gelang Tobias Rentzsch nur 17 Sekunden später der zweite Chemnitzer Treffer und es keimte wieder Hoffnung auf. Zumal der dreifache Torschütze Jentzsch für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Die Wild Boys riskierten nun nicht nur viel, sondern sogar zu viel. Denn in eben diesen zwei Minuten, kassierten sie zwei Konter und die Preussen zogen durch Tore von Schertz und Fadejevs auf 7:2 davon. Da war der dritte Chemnitzer Treffer durch Markus Maaßen wohl jetzt schon Ergebniskosmetik.
Bis zur Mitte des letzten Drittel passierte nicht mehr all zu viel, doch dann sollte es dann noch mal richtig rund gehen. Allerdings diesmal nicht so sehr mit Toren, sondern mit fragwürdigen Entscheidungen. Zunächst erhielt Klemens Kohlstrunk eine 10+10 Strafe wegen Reklamierens, was zugleich eine Spieldauerstrafe bedeutet. Im selben Atemzug wurde Thorsten Fischer mit 5+ 20 Spieldauer, wegen Foul mit Verletzungsfolge, bedacht. Darauf hin verließen die Chemnitzer geschlossen das Eis, um ihren Unmut Protest zu verleihen. Allerdings sollte es kein Abgang werden, sondern wirklich nur ein Zeichen an die Herren in schwarz/weiß und so kam das Team nach zwei Minuten wieder und die Partie ging nach Toren von Zander und Sosa mit 8:4 zu Ende.
Am Ende geht der Sieg der Preussen in Ordnung, denn wer sich drei Treffer bei eigener Überzahl einfängt, hat es wohl nicht verdient als Sieger das Eis zu verlassen. Nun dürfte die rote Laterne wohl bis zum Saisonschluss am Küchwald hängen. Denn aus den beiden letzten Spielen müssten die Wild Boys vier Punkte holen. Was zwar machbar ist, aber wenn in Jonsdorf mit Fischer und Kohlstrunk gleich zwei Verteidiger ausfallen, wird die Aufgabe um Welten schwerer.
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