(pressrelations) - Internationale Konferenz zu Ökonomie, Recht und Politik in Zeiten der Krise vom 25. bis 27. März an der Goethe-Universität Frankfurt
FRANKFURT. Was ist eine Krise? Wie sieht der Umgang mit der Finanzkrise aus, wenn er nicht von Ökonomen, sondern von Soziologen und Rechtswissenschaftlern analysiert wird? Damit beschäftigt sich die Veranstaltung "After the Catastrophe? International Conference on Economy, Law and Politics in Times of Crisis? vom 25. bis 27. März auf dem Campus Westend der Goethe-Universität. Ausrichter ist das Forschungsprojekt Zivilverfassungen in der Weltgesellschaft im Rahmen des Frankfurter Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen".
Bei der Konferenz werden grundsätzliche Aspekte und konkrete Einzelfragen der Finanzkrise aus soziologischer und rechtswissenschaftlicher Perspektive untersucht. Ist die Krise eher das Resultat einer "blinden" Entwicklung des ökonomischen Systems mit selbstzerstörerischen Tendenzen, ein Indikator für eine zunehmende Entdifferenzierung der Gesellschaft, ein Symptom für die ungenügende Steuerungsfähigkeit der Politik und des Rechts, oder liegt der Fehler in dem mangelhaften Verantwortungs- und Risikobewusstsein einzelner Akteure und Gruppen?
Nachdem die Selbstregulierungskräfte des Finanzsystems offensichtlich nicht gegriffen haben, scheint es geboten, neu und anders über die Rolle des Staates nachzudenken, der bei den ersten Reaktionen auf die Krise eine zentrale Bedeutung hatte. Wenn aber die bisher entwickelten staatlichen Regulierungsinstrumente ebenso versagt haben wie traditionelle Formen wirtschaftlicher Selbstregulierung, sind dann neuartige "hybride" Formen staatlich-privater Co-Regulierung eher erfolgversprechend? Oder müssen erst politische und gesellschaftliche Änderungskräfte von solcher Intensität mobilisiert werden, dass sich unter ihrem Druck die "innere Konstitution" der Wirtschaft ändert, was heute in einem globalen Konstitutionalismus jenseits des Staates mündete?
Redner der Konferenz, die in englischer Sprache gehalten wird, sind 14 Wissenschaftler deutscher und internationaler Universitäten, unter anderen Chris Thornhill, Glasgow; Rudolf Stichweh, Luzern; Hauke Brunkhorst, New York; Dirk Baecker, Friedrichshafen. Den Eröffnungsvortrag am Donnerstag, 25. März, hält Gunther Teubner, Principal Investigator des Exzellenzclusters an der Goethe-Universität.
Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.
Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt am Main. 1914 von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht derzeit für rund 600 Millionen Euro der schönste Campus Deutschlands. Mit über 50 seit 2000 eingeworbenen Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Universität den deutschen Spitzenplatz ein. In drei Forschungsrankings des CHE in Folge und in der Exzellenzinitiative zeigte sie sich als eine der forschungsstärksten Hochschulen.
Herausgeber: Der Präsident Abteilung Marketing und Kommunikation, Postfach 11 19 32, 60054 Frankfurt am Main Redaktion: Dr. Olaf Kaltenborn, Abteilungsleiter Telefon (069) 798 ? 2 39 35, Telefax (069) 798 - 2 85 30, E-Mail kaltenborn(at)pvw.uni-frankfurt.de Internet: www.uni-frankfurt.de
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