Husten beim Pferd ist schnell mit hohen Tierarztrechnungen verknüpft
Tierärztliche Hustenbehandlungen des Pferdes entwickeln sich schnell zu einer Kostenexplosion.
Winter- und Frühlingszeit ist Hustenzeit bei Pferden. Als Pferdehalter macht man sich oftmals leider erst dann Gedanken, welche finanziellen Folgen ein verschleppter Husten mit sich bringen kann.
Viele Pferdebesitzer zögern bei den ersten Anzeichen und machen sich keine Sorgen um das hustende Pferd. Es herrscht oft der Irrglaube, dass der Husten auch ohne tierärztlichen Beistand wieder verschwindet.
Immer wieder hört man in den Ställen: "Husten ist harmlos, der Husten verschwindet von allein wieder".
In den meisten Fällen ist dieses aber nicht der Fall und die zu spät eingeleitete Behandlung kann den Pferdebesitzer in finanzielle Schwierigkeiten bringen...
Hustet das Pferd muss der Tierarzt gerufen werden, denn der Tierarzt allein ist in der Lage die Atemfrequenz zu messen, die Bronchien und bakteriellen Nasenausfluss zu untersuchen um die Zweckmäßigkeit der Gabe von Antibiotika abzustimmen.
In der Regel behandelt der Tierarzt das Pferd zu Beginn mit einem Schleimlöser. Produkte wie "Sputolysin" und "Venti Plus" helfen, die Verschleimung der oberen und unteren Atemwege zu lösen.
Würden diese Medikamente nicht verabreicht, würde sich der Schleim festsetzen und nach und nach das Lungenvolumen des Pferdes durch Schleimschichten reduzieren.
Eine Dose dieser Schleimlöser reicht meist für sechs bis zehn Tage und hat einen stolzen Preis von 69 Euro.
Trotz dieses Preises ist aber leider noch keine Garantie gegeben, dass die Behandlung tatsächlich auch nach der Gabe dieses Pulvers abgeschlossen ist. In vielen Fällen ist es so, dass ein vorangehender Husten verschleppt wurde und der Schleimlöser auch weiterhin eingesetzt werden muss. Zu den Kosten für die weiteren Dosen des Schleimlösers kommen dann natürlich auch die Kosten für die Anfahrt des Tierarztes.
Hat sich nach einiger Zeit keine Besserung eingestellt, wird eine Brochoskopie notwendig.
Die Bronchoskopie (Bronchienspiegelung) ist ein medizinisches Untersuchungs- und Therapieverfahren. Hierbei wird ein Endoskop eingeführt und durch die Trachea in die Bronchien der Lunge vorgeschoben.
Diese Vorgehensweise ermöglicht dem Tierarzt das Ausmaß der Erkrankung festzustellen. Entnommene Schleimproben geben dem Tierarzt Aufschluss darüber, welche Antibiotikagabe notwendig ist. Die Kosten für eine solche Untersuchung belaufen sich zwischen 160 und 270 Euro. So kommt schnell ein Euro zu dem nächsten Euro.
Im schlimmsten Fall endet die Behandlung des Pferdes mit einer Lungenspülung. Hierbei wird nicht die Lunge direkt gespült, sondern es werden über einen kurzen Zeitraum extreme Mengen (oft 30 Liter) Flüssigkeit in den Kreislauf infundiert, um so eine Überwässerung des Körpers zu bewirken. In solch einem überwässerten Zustand versucht der Körper die Flüssigkeit über alle ihm zur Verfügung stehenden Wege auszuscheiden. Einer der Wege ist die Lunge. Dabei wird Flüssigkeit durch die Atemwege ausgeschwitzt, wodurch sich der Schleim von den Atemwegen ablöst und abfließen kann. Eine Lungenspülung wird meist an drei aufeinander folgenden Tagen durchgeführt. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 850 bis 1100 Euro.
Oftmals wird nach der Lungespülung erneut eine Bronchoskopie fällig um die Verbesserung zu kontrollieren.
So überschlagen sich die Kosten für die erfolgreiche Behandlung des Hustens.
Der Pferdehalter, der für solche und ähnliche Behandlungen nicht genug Geld gespart hat, kann durch eine Pferdekrankenversicherung vorbeugen.
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Die Pferdekrankenversicherung übernimmt 60% der Tierarztkosten. Wer Pferde hält muss den finanziellen Aspekt von unvorhergesehenen Krankheiten oder Operationen einplanen um seiner Verantwortung - dem Partner Pferd gegenüber - gerecht werden zu können.
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Datum: 22.03.2010 - 14:01 Uhr
Sprache: Deutsch
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