Klimaschutz mobilisiert Schüler

Klimaschutz mobilisiert Schüler

ID: 182341

Schülerlabor"EnergyLab"im Wissenschaftspark Gelsenkirchen eröffnet: Jugendliche lernen klimafreundliche Technologien kennen - und die"Berufswelt Energie"gleich mit



(firmenpresse) - Mit breiter Unterstützung von Sponsoren aus der Wirtschaft, Konjunkturpaketmitteln der Stadt Gelsenkirchen und Förderung der Bundesagentur für Arbeit ist im Wissenschaftspark Gelsenkirchen heute ein 300 Quadratmeter großes Mitmach-Labor für Schüler eröffnet worden: Im neuen "EnergyLab" können Jugendliche eindrucksvoll selbst erforschen, wie die Erderwärmung mit neuen Energietechnologien zumindest teilweise begrenzt werden kann. Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski lobte das Projekt als "eine beispielhafte und praxisnahe Einrichtung, die die Jugendlichen für das Thema Energie und Umwelt sensibilisiert und junge Menschen an Berufe heranführt, die sich mit Zukunftsenergien beschäftigen." Durch die Initiative des Wissenschaftsparks wird der technisch-naturwissenschaftliche Unterricht an Schulen unterstützt. Gleichzeitig wird die Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern im Zukunftsfeld Energie gefördert. Neben den Experimenten werden auch Exkursionen angeboten. Alle Angebote sind kostenlos. Ab sofort können Schulklassen ab der Jahrgangsstufe 9 sich für Projekttage unter www.energylab-gelsenkirchen.de anmelden.


"Klimaschutz ist ein Thema, das Jugendliche durchaus anspricht. In kürzester Zeit haben sich 80 Schülerinnen und Schüler aus Gelsenkirchener Schulen gemeldet, die sich hier - wohlgemerkt in ihrer Freizeit - mit Klimawandel und Energietechnik beschäftigen und dabei herausfinden können, ob sie sich beruflich in diese Richtung entwickeln möchten", fasste Heinz-Peter Schmitz-Borchert, Geschäftsführer des Wissenschaftsparks die Erfahrungen aus den ersten sechs Wochen Probebetrieb zusammen. Anfang Februar waren an sechs Gelsenkirchener Schulen AGs eingerichtet worden, die bis zu den Sommerferien laufen. Bei regelmäßiger Teilnahme erhalten die Schüler zum Abschluss ein Zertifikat.

"Die ersten Erfahrungen zeigen, dass das Angebot auf Interesse bei Schülerinnen und Schüler triftt. Selber forschen zu können übt offensichtllich einen hohen Anreiz auf sie aus. Darüber hinaus sind außerschulische Lernorte bei Schülerinnen und Schüler sehr attraktiv", sagt Manfred Gast, Schulleiter Grillo-Gymnasium Gelsenkirchen, der fest davon überzeugt ist, dass solche Angebote die Neigung fördern, naturwissenschaftliche Fächer zu studieren."



Im EnergyLab können die Schüler den Treibhauseffekt unter anderem in Acrylglaskästen nachbauen. Sie können messen, wie stark die Temperaturen unter verschiedenen Bedingungen, je nach Art der Erdoberfläche, CO2-Gehalt der Atmosphäre, bei "Sonneneinstrahlung" ansteigen. Sie können Strom aus Solarzellen, Windrädern und Brennstoffzellen erzeugen, Kraftwerksparks managen und den Stromverbrauch von Elektrogeräten messen. Nach den Osterferien können einzelne Experimente und Einheiten zur Berufsorientierung auch für Kurzbesuche vormittags gebucht werden.

Über zwei Jahre dauerte es, bis die Idee von einem Schülerlabor zum Thema Klimaschutz in der "Solarstadt Gelsenkirchen" in die Praxis umgesetzt werden konnte. Umbau, technische Ausstattung und die ersten zweieinhalb Jahre Betrieb kosten rund 600.000 Euro. Diese Mittel konnte der Förderverein Solarstadt Gelsenkirchen e.V. als Träger des EnergyLabs nur dank zahlreicher Sponsoren zusammentragen.
"Spannende Experimente können Jugendliche für die Natur- und Ingenieurwissenschaften begeistern. Für herausfordernde Projekte wie Elektromobilität oder intelligente Energiesparhäuser sucht RWE schon heute gute Ingenieure", sagte Dr. Norbert Verweyen, Geschäftsführer der RWE Effizienz GmbH. Als Hauptsponsor trägt die RWE Effizienz GmbH in erheblichem Maße zur Realisierung bei. Zu den weiteren Sponsoren gehören viele in Gelsenkirchen ansässige oder produzierende Unternehmen, die ihr Engagement auch als einen Beitrag zur beruflichen Nachwuchsförderung sehen.
So ist es Frans van den Heuvel, Geschäftsführer der Scheuten Solar Technology GmbH, wichtig, "dass wir auch zukünftig gute Techniker für unsere Solarmodulfertigung in Gelsenkirchen finden können ". Die Solarmodulfertigung in Gelsenkirchen-Schalke ist ein Ausflugsziel für Exkursionen der Jugendlichen. Auch die Emscher Lippe Energie gewährt den Schülern aus dem EnergyLab Einblicke in die Praxis, und zwar bei Besichtigungen der Netzleitstelle in Gladbeck. "In der Netzleitstelle können die jungen Leute erleben, wie Schalttechniker mit modernster Leit- und Steuerungstechnik für reibungslose Stromlieferung sorgen. Eine interessante und verantwortungsvolle Aufgabe, für die wir gute bis beste Qualifikation voraussetzen müssen", sagte ELE-Geschäftsführer Kurt Rommel.
Dr. Marc Andree Groos, Geschäftsführer Vaillant Deutschland, sieht ebenfalls großen Bedarf an Nachwuchsfachkräften in Technologiefeldern wie der Entwicklung von Solaranlagen, Wärmepumpen oder der Kraft-Wärme-Kopplung. Aber auch bei konventionellen Technologien, etwa bei der Verbesserung von Treibstoffen für Verbrennungsmotoren, gibt es, wie Dr. Clemens Niermann, Mitglied der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor der BP Gelsenkirchen GmbH, betonte, wichtige Aufgabenbereiche, in denen Facharbeiter und Ingenieure mit neuem Wissen dringend benötigt werden: "Ein Beispiel für die Weiterentwicklung von Kraftstoffen sind unsere Premiumkraftstoffe. Aufgrund ihrer besonderen Zusammensetzung verbrennen sie vollständiger, senken den Verbrauch und damit die Emissionen."
Zusätzlich sorgen mit der Greif-Stiftung, der Sparkasse Gelsenkirchen, der Volksbank Ruhr Mitte, der Provinzial, dem Reisedienst Nickel und der Zukunftsinitiative Gelsenkirchen 2020 weitere Akteure aus der Solarstadt Gelsenkirchen für einen finanziellen Grundstock, den die Bundesagentur für Arbeit mit weiteren Fördermitteln aufstocken konnte. "Das EnergyLab ist aus unserer Sicht eine geradezu ideale Brücke von der Schule in die Berufswelt der Naturwissenschaften, und passt sehr gut zu unserer Aufgabe, Informationen zu Berufen mit Energie an interessierte Jugendliche zu vermitteln", betonte Beate Kostka, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gelsenkirchen. Sie freut sich im Übrigen sehr darüber, dass sich mit mehr als 40% der Anmeldungen für ein naturwissenschaftlich ausgerichtetes Projekt überdurchschnittlich viele Mädchen für die Schul-AGs angemeldet haben. Dieser Trend soll durch weitere Maßnahmen unterstützt werden, unter anderem wird das EnergyLab am 22. April mit einem attraktiven Programm am bundesweiten "Girls Day" teilnehmen.

Die Angebote des EnergyLab sind kostenlos. Informationen und Anmeldung sind im Internet unter www.energylab-gelsenkirchen.de möglich.



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Der Wissenschaftspark Gelsenkirchen ist eine zentrale Informationsdrehscheibe im Ruhrgebiet. Das architektonisch herausragende Gebäude, das 1995 auf dem Gelände eines ehemaligen Stahlwerks eröffnet wurde, ist Treffpunkt für Akteure in den Bereichen Zukunftsenergien, Gesundheitswirtschaft, IT, Wissenstransfer und Kreativwirtschaft. Es bietet erstklassige Möglichkeiten für außergewöhnliche Veranstaltungen mitten in Deutschland.






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Datum: 23.03.2010 - 16:01 Uhr
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