Gaspreise legen im Frühjahr leicht zu
- Tarife bei mindestens 41 Gasversorgern klettern im April und Mai um bis zu 13,8 Prozent
- Preisentwicklung bei einzelnen Versorgern aber sehr uneinheitlich
- 15 Unternehmen entlasten Kunden in den kommenden Wochen um durchschnittlich 5,1 Prozent

(firmenpresse) - Berlin, 31. März 2010 – Der leichte Aufwärtstrend bei den Gaspreisen seit Jahresbeginn setzt sich auch in den kommenden Monaten fort. Nach einer aktuellen Analyse des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de (www.toptarif.de) klettern die Preise im April und Mai bei mindestens 41 Unternehmen um durchschnittlich 6,2 Prozent. Allerdings agieren die Gasversorger recht uneinheitlich. So entlasten im Gegenzug 15 regionale Anbieter ihre Kunden in den nächsten Wochen im Schnitt um 5,1 Prozent.
Mehrkosten von bis zu 167 Euro auf der einen Seite …
Einem Familienhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Gas entstehen durch die angekündigten Preiserhöhungen zusätzliche Kosten von durchschnittlich 79 Euro. An der Spitze summieren sich die Mehrbelastungen auf bis zu 167 Euro bzw. 13,8 Prozent. „Auffällig ist, dass 10 Unternehmen im April und Mai bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr die Preise in der gesetzlichen Grundversorgung erhöhen werden“, macht Energieexperte Thorsten Bohg von toptarif.de (www.toptarif.de) deutlich. „In der Regel fallen die mehrmaligen Erhöhungen bei den Versorgern aber eher moderat aus, während die meisten Anbieter, die jetzt erstmalig erhöhen, größere Preisschritte nach oben machen.“
… bis zu 124 Euro Entlastung auf der anderen Seite
Vielerorts können Endkunden aber auch von weiter sinkenden Gaspreisen profitieren. So werden Verbraucher bei 15 Unternehmen, unter anderem in Großstädten wie Münster und Freiburg, bei einer jährlichen Abnahmemenge von 20.000 kWh Gas um durchschnittlich 65 Euro entlastet. Spitzenreiter ist die Energieversorgung Sylt, die ihre Preise im Heizgastarif um 124 Euro bzw. 9,4 Prozent senkt.
„Die Gründe der unterschiedlichen Preisentwicklung sind in der jeweiligen Einkaufsstrategie und den Beschaffungskosten der einzelnen Unternehmen zu suchen“, erklärt Bohg. „Während einige Versorger auf erhöhte Bezugskosten im Zusammenhang mit gestiegenen Ölpreisen verweisen, können andere Unternehmen günstigere Einkaufspreise an ihre Kunden weitergeben.“
Generelle Preisentwicklung 2010 bislang eher ruhig
Insgesamt verfestigt sich durch die Preisänderungen im Frühjahr der Trend der ersten Monate. Während mit knapp 150 Anbietern jeder fünfte regionale Versorger seine Preise seit dem Jahreswechsel erhöht hat oder entsprechende Schritte plant, haben rund ein Zehntel aller Unternehmen ihre Preise nach unten korrigiert. Der Großteil der Versorger, etwa 70 Prozent, hat in diesem Jahr noch keine Preisänderungen vorgenommen. Positiv für Verbraucher: Im Vergleich zum Frühjahr 2009 ist das Gas im bundesweiten Durchschnitt immer noch knapp 11 Prozent günstiger.
Verbraucher profitieren vom zunehmenden Wettbewerb
„In den kommenden Monaten ist nicht mit einem sinkenden Preisniveau beim Gas zu rechnen“, so Bohg. „Angesichts steigender Rohölpreise seit Frühsommer 2009 und einer anziehenden Weltkonjunktur dürften die Gaspreise bald wieder unter einen zunehmenden Anpassungsdruck geraten.“ Verbraucher sollten daher den steigenden Wettbewerb am Gasmarkt nutzen und von den Möglichkeiten eines einfachen und risikolosen Anbieterwechsels Gebrauch machen. Im Schnitt lassen sich die Kosten für einen vierköpfigen Haushalt durch einen Versorgerwechsel um rund 200 Euro im Jahr reduzieren. Wer bislang sein Gas, wie drei Viertel aller Gaskunden, noch im Rahmen der teuren Grundversorgung bezieht, für den steigt das jährliche Einsparpotential sogar auf etwa 300 Euro an.
Durch Verbraucherportale wie toptarif.de (www.toptarif.de/gas) oder kostenlose Service-Hotlines wie 0800 - 10 30 499 können sich Verbraucher schnell und unkompliziert über Alternativen in ihrer Region informieren und kostenlos zu günstigeren Gasanbietern wechseln.
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Datum: 31.03.2010 - 14:30 Uhr
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