CERN und der weitere Fahrplan des LHC: Noch viele Urknall-Experimente geplant
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Wer die Pressemeldungen anlässlich des ersten geglückten Urknall-Experiments am 30. März verfolgt hat, könnte auf den ersten Blick den Eindruck gewinnen, dass das größte Experiment der Menschheit von Erfolg gekrönt war. Tatsache ist jedoch, dass es sich erst um den allerersten Anfang einer 18- bis 24-monatigen Versuchsreihe handelt.

(firmenpresse) - Der 30. März begann für die Physiker in Genf mit einer Zitterpartie: So liefen ab 8.30 morgens die Live-Übertragungen aus dem Kontrollzentrum. Für 9.00 Uhr waren die ersten Teilchenkollisionen mit einer Energie von sieben Billionen TeV geplant. Doch der Countdown musste wie zuletzt im Herbst 2009 in allerletzter Minute wieder abgebrochen werden, weil die Teilchenströme vom Sicherheitssystem vorzeitig ausgebremst wurden.
Um 12.59 Uhr gelang es den Technikern, die Teilchenstrahlen wieder aufzubauen und gegeneinander zu führen. Die ersten Kollisionen mit einer bis dato unerreichten Energie von 7 TeV wurden als Weltrekord gefeiert. Die meisten Medien reflektierten dieses Ereignis in der vom CERN gewünschten Form. Kritische Stimmen hatten Seltenheitswert. Stattdessen wurde darauf hingewiesen, dass bei dem Experiment kein Schwarzes Loch entstanden sei. Das ist insofern erstaunlich, weil dieses Resümee im jetzigen Stadium zu Beginn der Versuche überhaupt noch nicht gezogen werden kann. Auch die Tatsache, dass der Teilchenstrahl am 30. März um 16.30 Uhr erneut verloren ging, wurde von den anwesenden Journalisten nicht bemerkt.
Dem Fahrplan zufolge sind 2010 und 2011 multiple Experiment mit einer Kollisionsenergie von 7 TeV geplant. Im Jahre 2012 soll der LHC umgebaut werden, um ab 2013 die höchste Energiestufe von 14 TeV zu erreichen. Darüber hinaus sind auch Kollisionsexperimente mit schweren Bleikernen geplant.
In Ermangelung neutraler und multidisziplinärer Risikoprüfungen sowie weiterer empirischer astrophysikalischer Experimente zur Überprüfung der CERN-Sicherheitsargumente sprechen sich internationale Kritiker gegen eine Fortführung der Versuche am LHC aus. Siehe hierzu unter anderem www.LHC-concern.info . Als Mindestmaßnahme erbitten die Kritiker eine vorsichtigere, schrittweise Erhöhung der Kollisionsenergien, stets nach sorgfältiger Überprüfung der Ergebnisse.
Topaktuell: In dem gerade erschienenen Buch „Sekunde Null – das Urknall-Experiment“ wird ein realitätsnahes Szenario skizziert, das auf der Basis der bisherigen Ereignisse basiert. Insbesondere wird aufgezeigt, welche Gefahren von einem aus dem Ruder gelaufenen Experiment wirklich ausgehen.
Buchinfo: Sekunde Null - das Urknall-Experiment. Wird das Schwarze Loch von Genf die Erde verschlingen? Edition BoD, März 2010, herausgegeben von Vito von Eichborn. ISBN 3839156130, 144 Seiten, EUR 16,50. Jetzt im Handel.
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Datum: 03.04.2010 - 13:24 Uhr
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