Girls' Day 2010 - Berufsorientierung von jungen Frauen und Männern mit Zuwanderungsgeschichte
ID: 190839
Girls' Day 2010 - Berufsorientierung von jungen Frauen und Männern mit Zuwanderungsgeschichte
Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:
"Bildung und Berufswahl sind die entscheidenden Schlüssel zur Integration und für den sozialen und gesellschaftlichen Aufstieg", sagte Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin im Frauenministerium, im Vorfeld des Girls' Day in Düsseldorf am 22. April 2010. "Es entspricht mittlerweile einer guten Tradition unseres Hauses, den Tag gemeinsam mit Mädchen und Jungen zu gestalten. Dabei setzen wir in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die Berufsorientierung von jungen Frauen und Männern mit Zuwanderungsgeschichte."
Zum "Girls' Day - Mädchenzukunftstag 2010" empfängt Staatssekretärin Dr. Gierden-Jülich eine Gruppe von jungen Frauen und Männern mit Zuwanderungsgeschichte im Alter von 14 bis 20 Jahren im Frau-en- und Jugendministerium. Die diesjährige Veranstaltung hat das übergeordnete Thema "Geschlecht - Interkulturalität - Berufsorientierung". Kooperationspartner sind die "FUMA Fachstelle Gender NRW", die Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwanderungsfamilien (RAA) Hamm und der Verein Schulen ans Netz e.V.
Eine Gruppe von etwa zehn Mädchen im Alter von 15 ? 20 Jahren mit Zuwanderungsgeschichte hat das Thema "Lebens- und Berufsplanung bei Migrantinnen? vorbereitet. In Kleingruppen werden sie im Ministeri-um mit Frauen sprechen, die eine eigene Zuwanderungsgeschichte haben und verantwortungsvolle Positionen bekleiden. Von besonde-rem Interesse sind dabei die persönlichen und fachlichen Voraussetzungen sowie die Erfahrungen der Mitarbeiterinnen auf ansonsten männerdominierten Arbeitsstellen.
Etwa zehn Jungen im Alter von 14 ? 16 Jahren haben das Thema "Berufsorientierung bei jungen Männern aus interkultureller Perspektive am Beispiel des Friseurberufs? gewählt. Die teilnehmenden Jungen werden in Kleingruppen selbstständige Friseure mit Zuwanderungsgeschichte in Düsseldorf aufsuchen und zu ihren Berufen befragen. Da-bei soll der Blick zum einen auf die Geschlechterthematik in Berufen gelenkt werden. Zum anderen wird ein interkultureller Vergleich zwi-schen Friseurmeistern in Deutschland und beispielsweise der Türkei gezogen. Aus dem gewonnenen Material werden die Jungen für das Internetportal "Mixopolis? einen Lernkurs zum Beruf "Friseur? verfas-sen.
Staatssekretärin Dr. Gierden-Jülich: "Junge Frauen mit Zuwanderungsgeschichte erreichen im Durchschnitt bessere Abschlüsse in der Schule als junge Männer mit Zuwanderungsgeschichte. Auch verfügen sie häufiger über einen Universitätsabschluss. Dennoch haben sie größere Schwierigkeiten, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, die ihrem persönlichen Potenzial entspricht."
In der Altersgruppe von 25 ? 35 Jahren verfügen rund 25 Prozent der Frauen über einen Realschulabschluss, 30 Prozent über die Hochschulreife. Aber: Rund zehn Prozent bleiben ohne schulischen Abschluss. Bei den Jungen besitzen rund 22 Prozent einen Realschulabschluss, rund 26 Prozent die Hochschulreife. Hier bleiben rund neun Prozent ohne schulischen Abschluss.
Bei den beruflichen Bildungsabschlüssen haben rund 37 Prozent der jungen Frauen mit Zuwanderungsgeschichte in der Altersgruppe von 25 ? 35 Jahren eine Lehre erfolgreich abgeschlossen, 12,5 Prozent erlangen einen Universitätsabschluss und rund 34 Prozent bleiben ohne einen beruflichen Bildungsabschluss. Rund 41,5 Prozent der jungen Männern in der vergleichbaren Altersgruppe absolvieren erfolgreich eine Lehre: Rund zehn Prozent erlangen einen Universitätsabschluss, jedoch bleiben rund 30 Prozent ohne beruflichen Abschluss. (Quelle: Mikrozensus 2008, Statistisches Bundesamt Deutschland)
Viele junge Frauen mit Zuwanderungsgeschichte konzentrieren sich auf die Ausbildungsberufe Friseurin, Kauffrau im Einzelhandel, Medizinische Fachangestellte, Verkäuferin, zahnmedizinische Fachangestellte. (Quelle: Datenbank Aus- und Weiterbildungsstatistik, BIBB)
Das Frauenministerium setzt sich seit Jahren sehr erfolgreich dafür ein, junge Frauen mit Zuwanderungsgeschichte in der Phase der Berufsorientierung gezielt zu begleiten und zu unterstützen.
Beispielhaft ist in diesem Zusammenhang das landesweite Projekt "Neue Wege in den Beruf ? Mentoring für junge Frauen mit Zuwanderungsgeschichte" zu nennen, das zum Ziel hat, die beruflichen Chancen von Mädchen und jungen Frauen mit Zuwanderungsgeschichte zu verbessern und sie bei der Ausbildungsplatzsuche oder der Studienwahl zu unterstützen. Bei einem finanziellen Gesamtvolumen von einer Million Euro und einer Laufzeit von drei Jahren (2009 - 2011) zählt es bundesweit zu den größten seiner Art.
Fotos von der Veranstaltung zum Girls' Day 2010 können am 22. April 2010 auf www.mgffi.nrw.de heruntergeladen werden.
Kontakt:
Barbara Löcherbach
Referatsleiterin Presse/Pressesprecherin
0211-8618-4338
Fax: 0211- 8618 - 4566
E-Mail: presse@mgffi.nrw.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 19.04.2010 - 18:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 190839
Anzahl Zeichen: 5384
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 408 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Girls' Day 2010 - Berufsorientierung von jungen Frauen und Männern mit Zuwanderungsgeschichte"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MGFFI) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: "Die Landesregierung ist 2005 angetreten, mit den Familienzentren Schritt für Schritt ein bedarfsgerechtes und verlässliches Betreuungsgefüge aus einer Hand aufzubauen, das hohen
?20 Jahre Wiedervereinigung?: Präsentation des Schülerkalenders 2010/11 in Düsseldorf ...
Die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen teilt mit: Die Schülerinnen und Schüler des Erzbischöflichen St.-Ursula-Gymnasiums präsentierten heute (9. Juli 2010) den Schülerkalender des Jahres 2010/11 in Düsseldorf. "Der Schülerkalender 2010/11 mit dem Titel '2
Nominierungsliste Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2010: Drei Jugendbücher stehen zur Wahl ...
Die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen teilt mit: Drei Bücher stehen noch im Wettbewerb um den renommierten Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher 2010: - die autobiografische Schilderung einer Kindheit in der DDR mit comicartigen persönlichen
Weitere Mitteilungen von Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MGFFI)
Eschweiler, Hemer und Leverkusen werden ausgezeichnet für nachhaltige Entwicklung von Gewerbeflächen ...
Am morgigen Dienstag zeichnet das nordrhein-westfälische Umweltministerium die Städte Eschweiler, Leverkusen und Hemer für ihr besonderes Engagement auf dem Gebiet der nachhaltigen Entwicklung neuer Gewerbegebiete mit dem "Eco Industrial Park"-Label aus. "Die nachhaltige Entwickl
Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit ...
Einen Tag vor Vorlesungsbeginn lud die hdpk zur Eröffnungsveranstaltung: Nach der Begrüßung durch Ulrich Wünsch, Rektor der hdpk, standen eine Führung durch das mit Ton, Aufnahme-, Design- und Fotostudios bestens ausgestatte Haus, ein gemeinsamer Lunch und Einführungen von Seiten der Studienga
Pioniere des Hardrock: Heaven Hell ...
i>Legendäre Black Sabbath-Besetzung der frühen 80er Mit aktuellem Album "The Devil You Know" auf Tour Zwei Konzerte im Juni in Ludwigsburg und Bochum Mit Heaven Hell kehrte 2007 eine der wichtigsten Formationen in der Geschichte des Hardrock zurück auf die Bühnen. Hint
Details der Kostensteigerung Kassel-Calden - GRÜNE: Weiterhin fehlende Transparenz ...
Als "faule Ausrede" qualifiziert die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die am Wochenende bekannt gewordenen Details der Kostensteigerungen für den geplanten Ausbau des Flugplatzes Kassel-Calden. Weder Sicherheitsauflagen, noch Anforderungen der Europäischen Kommission oder gar




