Ein Blick auf die spektakulärsten Bauvorhaben der Welt auf der Mipim in Cannes
ID: 19100
Doch nicht nur die niedrigen Zinsen allein hätten dem internationalen Immobilienmarkt Auftrieb verliehen. Durch die Privatisierung ehemals staatlicher Monopolbetriebe wie Post, Bahn und Telekom sei ein ungewöhnliches Angebot an attraktiven Immobilien und Bauarealen mitten in den Innenstädten vieler Metropolen entstanden. Angesichts der kommunalen Haushaltsmisere beginnt die öffentliche Hand, sich von einem Teil ihrer Immobilienbestände zu trennen. So wird Dresden durch den Verkauf der kommunalen Wohnungsgesellschaft Woba http://www.woba-dresden.de Deutschlands erste schuldenfreie Grossstadt. Nach der Zustimmung des Stadtrates in der sächsischen Metropole wurde der Verkauf für 1,7 Milliarden Euro an die US-Investmentgesellschaft Fortress http://www.fortressinv.de bei einem Dresdner Notar besiegelt. Nach eigenen Angaben will Fortress auch weiterhin in deutsche Immobilien investieren.
Auch die Berliner Wohnungen bleiben international stark begehrt. "Die abgeschlossenen Deals bewegen sich zwar selten in spektakulären Grössenordnungen, doch in der Summer sind es grosse Pakete, die den Besitzer gewechselt haben", lautet die Analyse des Fachdienstes Erfolg, der von Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de, herausgegeben wird. So habe die Investorengruppe Apellas, an welcher der "Finanzjongleur" George Soros beteiligt sei, ihr Engagement in der Hauptstadt ausgebaut. Für gut 50 Millionen Euro hätten die Investoren von der Deutschen Bundesbank 400 Wohnungen in unterschiedlichen Berliner Bezirken gekauft. Auch die Cerberus-Gruppe meldete Zukäufe in der Hauptstadt: 600 Wohnungen in Berlin wanderten in das Portfolio des US-Investors. Und auch die an der Wiener Börse notierte Conwert Immobilien Invest AG hat gemeinsam mit weiterer Investoren ein Immobilien-Portfolio in Berlin erworben. Der Wert des Geschäfts wird mit gut 78 Millionen Euro angegeben.
Viele Investoren sehen nach Einschätzung der FAZ aber über die Risiken hinweg und vergessen, dass hohe Immobilienpreise und Kurse für Immobilienaktien die Gefahr herber Rückschläge bergen und vom Inflationsschutz vielleicht nur eine Illusion übrig bleibe. Dagegen setzten vorsichtige Investoren beim Erwerb grosser Immobilienbestände nicht so sehr auf den Substanzwert als Inflationsschutz, sondern auf die Gestaltung von Mietverträgen und die Strukturierung von Liquiditäts- und Finanzierungspositionen. "Sie sehen Immobilien als ein Unternehmen an, das eine aktive Geschäftspolitik auf der Aktiv- und der Passivseite der Bilanz erfordert, um das Risikopotenzial zu mindern und verlässliche Einnahmeströme als Voraussetzung für die Werthaltigkeit zu sichern", schreibt der FAZ-Immobilienexperte Jens Friedemann. Doch davon werde auf der Mipim wohl kaum die Rede sein. Denn sie soll in erster Linie die Wirtschaft ankurbeln und den Städten und Regionen zu neuem Wachstum verhelfen.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 14.03.2006 - 12:58 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 19100
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Ansgar Lange
Kategorie:
Vermischtes
Meldungsart: bitte
Versandart: bitte
Freigabedatum: 14.03.2006
Diese Pressemitteilung wurde bisher 747 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Ein Blick auf die spektakulärsten Bauvorhaben der Welt auf der Mipim in Cannes"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
medienbüro.sohn (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




