Stratega Ost setzt bei Sportwetten auf Expansion - Unterstützung kommt aus der EU
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Derweil liessen die ersten Reaktionen und Konsequenzen auf das Urteil der Karlsruher Richter nicht lange auf sich warten. So gab die bayerische Lotterieverwaltung Oddset bekannt, dass sie ihr Wettangebot stark einschränken wird. Wetten per SMS und aus dem Fussballstadion sowie Halbzeit- und Livewetten werden ab sofort nicht mehr im Programm sein, teilte das bayerische Finanzministerium mit. Darüber hinaus wird es auch keine Fernseh-, Banden- und Trikotwerbung für Oddset mehr geben. Ausserdem will der staatliche Wettanbieter die Auflage des Bundesverfassungsgerichtes erfüllen, und auf seine Spielscheine Hinweise zur Suchtgefährdung drucken. "Es ist nicht überraschend, dass der staatliche Anbieter auf dieses Urteil reagiert. Mit dem Karlsruher Urteilspruch kann der Staatsmonopol Oddset wirtschaftlich nicht überleben", prognostiziert Sürtenich.
Eine unabhängige Kontrollinstanz, das Verbot von Werbung, soweit diese über die reine Information hinausgeht und das Verbot von Vertriebswegen, die Spieler- und Jugendschutz nicht ausreichend berücksichtigen - wie Internet, SMS, aber auch TV - das alles seien Faktoren, die das derzeitige Auftreten der staatlichen Anbieter radikal beschneiden würden. Auch die bisher verfolgte expansive Vermarktungsstrategie müsse aufgegeben werden. Als andere Möglichkeit bleibe dem Gesetzgeber, das Monopol aufzugeben und den Sportwettenmarkt zu liberalisieren. "Die Suchtproblematik ist doch nur ein vorgeschobenes Argument, um die fiskalischen Interessen des Staates zu kaschieren. Sportwetten haben für die grosse Mehrheit der Spieler reinen Erholungs- und Unterhaltungscharakter. Pathologisches Spielverhalten gibt es eher bei Automaten- und Casino-Spielern", so Sürtenich.
Das Düsseldorfer Unternehmen rüstet sich weiterhin für den Ausbau des Sportwettengeschäfts. "Wir haben durch unsere Tochterfirma Wettcorner in Österreich eine Lizenz, um auch in Deutschland unsere Wetten anbieten zu können", so Sürtenich. Zum Jahreswechsel hat die Stratega Ost 100 Prozent des österreichischen Wettsoftware-Anbieters Wettcorner Software GmbH http://www.wettcorner.com übernommen, die Inhaberin einer solchen Lizenz ist.
Unterstützung bekommt die private Wettbranche von EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy. Der Ire plant, gegen die Länder, die ihre Wettmonopole schützen, ein Vertragsverletzungsverfahren zu eröffnen. Unter diesen Ländern befindet sich auch Deutschland. "Da ist die EU auf dem richtigen Weg. Es ist in vielen anderen Ländern möglich, als privater Wettanbieter ins Geschäft einzusteigen. Die Dienstleistungsfreiheit ist durch das staatliche Wettmonopol stark gefährdet", so Sürtenich. Die künftige Top Wetten AG will bis zum Sommer das Netz der eigenen Ladenlokale auf insgesamt 75 ausbauen. "Die Fussball-Weltmeisterschaft in Deutschland wird dem ohnehin florierenden Sportwettengeschäft einen zusätzlichen Schub verleihen", so Sürtenich.
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