BKK-MediService: Gesundheitsaufklärung für Migranten
ID: 19671
BKK-MediService informiert Patienten in sechs Sprachen über DMP-Angebot
Stuttgart - Ob Türkisch, Italienisch, Griechisch, Urdu oder Punjabi - im medizinischen CallCenter des BKK-MediService werden Anfragen und Gespräche rund um chronische Erkrankungen international geführt. Versicherte der Betriebskrankenkassen, die an einem der Disease-Management-Programme (DMP) teilnehmen, werden hier professionell betreut. Und zwar - wann immer es nötig und möglich ist - in ihrer Muttersprache. Zunächst erfolgt der Gesprächsversuch zwar in Deutsch, bei Bedarf wird der Anrufer jedoch an einen entsprechend sprachkundigen Mitarbeiter weitergeleitet. Dieser übernimmt dann die Beratung und kümmert sich um Fragen und Anliegen des Versicherten.
Migranten, die die deutsche Sprache nicht oder nur teilweise verstehen, haben es im deutschen Gesundheitswesen schwer. Sie können ihre Probleme und Anliegen oft nicht adressieren und wichtige Informationen über Behandlungsmöglichkeiten bleiben ihnen deshalb vorenthalten. Die fatale Folge: aufgrund der Sprachbarriere nutzen viele ausländische Mitbürger die Angebote des Gesundheitssystems nur unzureichend.
Sie sind deswegen aber nicht seltener krank. Bei manchen Erkrankungen scheint sogar das Gegenteil der Fall zu sein: eine Studie der Universität Giessen kam zu dem Ergebnis, dass in Deutschland lebende Türken doppelt so häufig an Diabetes erkranken wie Deutsche. "Unabhängig davon, welche Sprachen sie sprechen, ist gerade für Patienten mit chronischen Leiden ein optimales Krankheitsmanagement wichtig", so Dr. med. Thorsten Pilgrim, Geschäftsführer der AnyCare GmbH, der Muttergesellschaft des BKK-MediService.
Chronisch Kranke, egal ob sie an Diabetes, Koronarer Herzkrankheit oder Brustkrebs leiden, profitieren deshalb nachweislich von der Teilnahme an einem Disease-Management-Programm. DMP-Patienten erhalten zusätzlich zur ärztlichen Versorgung eine unterstützende Begleitung durch ihre Krankenkasse. Ein wichtiger Bestandteil der Betreuung von DMP-Patienten ist das persönliche Gespräch mit den Ansprechpartnern im medizinischen CallCenter.
Je besser Patienten informiert sind, je besser sie verstehen, welche Untersuchungen für sie wichtig sind oder welche Behandlungsoptionen es für sie gibt, desto eher werden sie sich selbst aktiv um ihre Gesundheit bemühen. Dadurch können zum Beispiel mögliche Folgeerkrankungen abgewendet werden. Gerade bei Krankheiten, die den Körper über Jahre hinweg belasten, sind die Folgen oft gravierend. Diabetiker etwa, deren Stoffwechsel schlecht eingestellt ist, büssen dies mit Augen-, Nieren-, Gewebs- und Gefässschäden. Solche Leiden belasten sowohl den Patienten als auch das Gesundheitssystem unnötig.
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Datum: 11.04.2006 - 13:53 Uhr
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