LANFERMANN: Pflege chronisch Kranker braucht bedarfsgerechte Unterstützung (12.05.2010)
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LANFERMANN: Pflege chronisch Kranker braucht bedarfsgerechte Unterstützung (12.05.2010)
Der Internationale Tag der Pflege stellt dieses Jahr den chronisch kranken Menschen in den Mittelpunkt. Seit Jahren steigt die Zahl chronisch kranker Bundesbürger stark an. Ihre Betreuung und Pflege ist für die Angehörigen mit großen physischen und psychischen Belastungen verbunden. Diese aufopferungsvolle Arbeit verdient höchste Anerkennung und Unterstützung.
Eine zentrale Aufgabe der Zukunft wird es sein, den wachsenden Bedarf an professionellen pflegerischen Leistungen mit qualifiziertem Personal zu decken. Immer weniger junge Menschen werden dem Ausbildungsmarkt zur Verfügung stehen. Auch die Pflegefachkraftausbildung wird deshalb stärker mit anderen Ausbildungsberufen konkurrieren. Angesichts dieser Prognosen ist es unerlässlich, den Pflegeberuf attraktiv zu gestalten und eine umfassende Ausbildungsoffensive zu starten.
Union und FDP haben vereinbart, die Ausbildung der Pflegeberufe durch ein neues Berufsgesetz grundlegend zu modernisieren und zusammenzuführen. Die Trennung zwischen ambulanter, stationärer, Alten-, Gesundheits- und Krankenpflege soll aufgehoben werden und in einen qualifizierten Berufsabschluss münden, der mit vergleichbaren Abschlüssen innerhalb der EU vereinbar ist und damit eine wesentlich Voraussetzung für die Freizügigkeit der Arbeitnehmer erfüllt. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe wird konkrete Vorschläge, auch zur einheitlichen Finanzierung einer gemeinsamen Pflegeausbildung, erarbeiten.
Zudem müssen auch die Krankenkassen wieder in die Lage versetzt werden, flexibel auf die Wünsche ihre Kunden einzugehen. Durch mehr Wettbewerb und Vertragsfreiheit müssen sie wieder genügend Spielraum erhalten, spezielle Behandlungsprogramme für chronisch Erkrankte anzubieten. Nur so werden wir die zukünftigen Herausforderungen bürgernah und bedarfsgerecht bewältigen können.
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Datum: 12.05.2010 - 12:17 Uhr
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