Pressemitteilung zu den aktuellen Entwicklungen der Doha-Runde

Pressemitteilung zu den aktuellen Entwicklungen der Doha-Runde

ID: 20038
(firmenpresse) - Gerechtigkeit jetzt! fordert Richtungsänderung in Doha-
Runde
Handelsbedingungen zwischen armen und reichen Ländern
nicht austariert

Pressemitteilung

Die selbst gesetzte Frist der Welthandelsorganisation
(WTO), bis Ende April die Verhandlungen der Doha-Runde
zu einem Abschluss zu bringen, ist ohne Ergebnis
verstrichen. Das Aktionsbündnis Gerechtigkeit jetzt! sieht
die Verlängerung der laufenden WTO-Handelsrunde als
Ausdruck dafür, dass die Handelsbedingungen zwischen
Industrie- und Entwicklungsländern nicht austariert sind.

Als neuen Termin für eine Einigung zwischen Industrie- und
Entwicklungsländern wurde nun Ende Juli ins Auge gefasst.
"Wenn die Handelsminister die Verhandlungen auf gleicher
Linie fortführen wie bisher, werden alle weiteren
Verhandlungen erneut scheitern", so Susanne Luithlen,
Koordinatorin der Welthandelskampagne Gerechtigkeit
jetzt!. "Die WTO muss einen fairen Ausgleich zwischen
armen und reichen Ländern anstreben, wenn sie ein
stabiles und vorwärts blickendes Ergebnis erzielen will."
Der bisherige Stand der Verhandlungen kann kaum mehr
als vorteilhaft für die Entwicklungsländer bezeichnet
werden, was ursprünglich das Ziel der Doha-Runde war.
Die Entwicklungsländer würden bei einer Einigung auf dem
derzeitigen Stand der Verhandlungen schlechter dastehen
als bisher.

Der indische Handelsminister Kamal Nath kommentierte
das erneuten Scheitern einer Einigung: "No deal is better
than a bad deal". Gerechtigkeit jetzt! vertritt ebenfalls
diese Meinung. Eine weitere Verzögerung der
Entscheidungen bringt aber auch mit sich, dass die
bestehenden ungerechten Handelsbedingungen weiterhin
gelten.

Gerechtigkeit jetzt! fordert daher ein Umdenken der
Industriestaaten, um die Verhandlungsrunde zu einem


Beschluss zu bringen, der die Bedürfnisse der
Entwicklungsländer berücksichtigt und Handelsregeln
festsetzt, denen entwicklungsfördernde Kriterien zugrunde
liegen. Menschenrechte und Umweltschutz müssen Vorrang
haben vor Handelsregeln.


Ansprechpartner:
Susanne Luithlen, Koordinatorin Gerechtigkeit jetzt!, Tel.:
0228 / 3681010, luithlen@gerechtigkeit-jetzt.de
Andrea Nowotny, Pressesprecherin Gerechtigkeit jetzt!,
Tel. 02421 / 2063779, nowotny@gerechtigkeit-jetzt.deUnternehmensinformation / Kurzprofil:
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Bereitgestellt von Benutzer: nowotny
Datum: 03.05.2006 - 22:07 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 20038
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Kontakt-Informationen:
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Bonn


Telefon: 02421-2063779

Kategorie:

Handel


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