Donau-Universität Krems setzt Schwerpunkt im Bereich Prä-vention
ID: 20333
Neues Department für Klinische Medizin und Präventionsmedizin eröffnet
Krems (kpr). Vorbeugung ist die wirksamste und kostengünstigste Medizin, trotzdem spielt sie in den bestehenden Gesundheitssystemen immer noch eine untergeordnete Rolle. Mit der Einrichtung eines neuen Departments für Klinische Medizin und Präventionsmedizin unterstreicht die Donau-Universität Krems die Bedeutung der Prävention für die moderne medizinische Forschung und Weiterbildung. Geleitet wird das Department vom renommierten Neurologen Univ.-Prof. Dr. Michael Brainin, der auch als Ärztlicher Leiter der Neurologischen Abteilung des Landesklinikums Donauregion in Maria Gugging tätig ist. Am 15. Mai 2006 wurde das Department offiziell eröffnet.
"Die Präventionsforschung und -praxis ist in Österreich - im Vergleich zu den technisch und diagnostisch hoch entwickelten klinischen Fächern der Medizin - noch wenig relevant. Da aber Prävention die wirksamste und kostengünstigste Medizin darstellt, ist die Entwicklung dieser Sparte im Spannungsfeld der demographischen und wirtschaftlichen Anforderungen eine unbestrittene Priorität jeder medizinischen Weiterbildung", ist Michael Brainin überzeugt. "Prävention wird im Bereich der Humanmedizin in Zukunft eine ganz entscheidende Rolle spielen", betonte auch die niederösterreichische Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner in ihrer Eröffnungsrede. "Die Donau-Universität Krems hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem Spitzeninstitut mit internationaler Anerkennung entwickelt. Mit dem neuen Department wird die Universität noch mehr zum niederösterreichischen Aushängeschild für Forschung und Weiterbildung", so Mikl-Leitner weiter.
Hoher Weiterbildungsbedarf bei Ärzten
Die thematischen Schwerpunkte des neuen Departments für Klinische Medizin und Präventionsmedizin liegen zunächst in jenen Bereichen, in denen ein besonders hoher Weiterbildungsbedarf besteht. Dazu zählen die Klinischen Neurowissenschaften inklusive Schlaganfallmedizin und Rehabilitation, psychosoziale und psychotherapeutische Interventionen sowie allgemein ärztliche Fort- und Weiterbildungsprogramme. "Permanente Weiterbildung ist für Krankenhausärzte und niedergelassene Ärzte unerlässlich. Für diesen Bereich müssen kontinuierlich neue universitäre Bildungsprogramme entwickelt und angeboten werden", betont der Departmentleiter.
Etablierte Lehrgänge für Neurowissenschaften und Psychosoziale Medizin
Die nun am Department angesiedelten Zentren für Klinische Neurowissenschaften sowie Psychosoziale Medizin und Psychotherapie bestehen bereits seit vie-len Jahren an der Donau-Universität Krems und sind mit ihren Lehrgängen am Weiterbildungsmarkt bestens etabliert. Derzeit sind an den beiden Zentren insgesamt 500 Studierende inskribiert. Zum aktuellen Studienprogramm zählen unter anderem postgraduale Universitätslehrgänge für Neurorehabilitation, Schlaganfall-Medizin, Psychotherapeutische Medizin und Integrative Therapie.
Künftiger Fokus auf Vorsorge- und Lebensstilmedizin
Die Lehr- und Forschungsaufgaben des Departments sollen in einem interdisziplinären Ausbauprogramm kontinuierlich erweitert werden. Dieses umfasst vor allem gesundheitspolitisch relevante Bereiche der klinischen Epidemiologie, der Vorsorge- und Lebensstilmedizin sowie deren wissenschaftlich fundierte Anwendung im medizinischen Alltag. "Wir wollen unsere anerkannten Kompetenzen künftig ausbauen und stärken und - sobald die dafür nötige gesetzliche Grundlage geschaffen ist - auch Doktoratsstudien und Post-Doc-Stellen anbieten", so Brainin zu den Zielen des neuen Departments. (16.05.06)
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Bild
kmpm_eroeffnung.jpg: Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner gratulierte Departmentleiter Univ.-Prof. Dr. Michael Brainin (links) und Prof. Dr. Anton Leitner, Leiter des Zentrums für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie, zur Eröffnung des Departments für Klinische Medizin und Präventionsmedizin. (Foto: Donau-Universität Krems/Andrea Müller)
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Datum: 16.05.2006 - 14:55 Uhr
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