Wann ist RFID am Ende?

Wann ist RFID am Ende?

ID: 209095

Einsatzpotenziale und Grenzen der Technologie beim IPH-Praxisseminar

Hannover, 11. Juni 2010 – Das Thema RFID ist in aller Munde. Doch die Einsatzmöglichkeiten der Technologie sind begrenzt. Unter welchen Bedingungen die auf Funkchips basierende Datenübertragung an ihre Grenzen stößt, erfuhren gestern die Teilnehmer des RFID-Praxisseminars am IPH.



(firmenpresse) - Seit einigen Jahren gibt es eine regelrechte Euphorie um die auf Funkchips basierende Technologie RFID (Radio Frequency Identification). Alle freuen sich auf die Welt von morgen, in der dank RFID alles berührungslos funktioniert. Bereits heute kommt die Technologie im Alltag zum Einsatz, beispielsweise an Skiliften und in Büchereien. Dass RFID (bislang) auch Grenzen hat, erfuhren gestern die Teilnehmer des Seminars „RFID in Produktion und Logistik – Einsatzpotenziale und Grenzen“ aus erster Hand. An Versuchsständen erprobten die Fach- und Führungskräfte aus der Industrie, wie und wann RFID funktioniert – und wann eben nicht.

Kommt zum Beispiel Wasser ins Spiel, wird es schwierig. Befinden sich Flüssigkeiten zwischen Funkchip (RFID-Tag) und Lesegerät, kann es zu einer erheblichen Absorption der Funkwelle kommen. Dadurch treten Störungen auf, unter Umständen werden nicht alle Gegenstände erfasst. Auch bei Holz beißt RFID manchmal sprichwörtlich auf selbiges. Metallische Umgebungen sind ebenfalls eine Herausforderung. Ist der zu erfassende Gegenstand zum Beispiel mit Alufolie abgeschirmt, kann der RFID-Tag in manchen Fällen nicht gelesen werden.

„Neben Flüssigkeiten, Holz und Metall ist auch die gleichzeitige Erfassung mehrerer mit Tags versehener Gegenstände heute noch eine große Herausforderung“, erklärt Frauke Hertrampf, Projektingenieurin des Arbeitsbereichs Logistik am IPH. „Je nach Reflexion und Absorption der Strahlung kann nicht alles erfasst werden“. Auch die Entfernung und die Leistung des Lesegeräts spielen eine Rolle. „Wann der Einsatz von RFID Sinn macht, hängt stark von den Rahmenbedingungen ab“, gibt Hertrampf zu bedenken. Einige Herausforderungen müsse die Forschung hier noch bewältigen.

Das Praxisseminar „RFID in Produktion und Logistik – Einsatzpotenziale und Grenzen“ fand gestern erstmals in den Räumlichkeiten des IPH im Wissenschaftspark Marienwerder (Hannover) statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Berichte aus der Praxis und praktische Tests an Versuchsständen. Neben Mitarbeitern des IPH berichteten auch Referenten aus namhaften Industrieunternehmen über ihre Erfahrungen mit RFID. Aufgrund der positiven Resonanz der Teilnehmer ist eine erneute Ausrichtung des Seminars bereits in Planung. Weitere Informationen unter www.iph-praxisseminare.de.

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Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Das IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gemeinnützige GmbH ist 1988 aus der Leibniz Universität Hannover heraus entstanden und seitdem als Forschungs- und Beratungsdienstleister auf dem Gebiet der Produktionstechnik tätig. Zu seinen Kunden zählen Unternehmen aus der Industrie und Forschungsvereinigungen. Die Arbeitsschwerpunkte des Unternehmens sind Forschung, Entwicklung, Planung und Beratung in den Bereichen Prozesstechnologie, Produktionsautomatisierung, Produktions- und Beschaffungslogistik.
Das IPH hat seinen Sitz im Wissenschaftspark Marienwerder im Nordwesten von Hannover und beschäftigt aktuell 72 Mitarbeiter, davon 29 Projektingenieure.



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IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gemeinnützige GmbH
Meike Wiegand
Hollerithallee 6
30419 Hannover

Telefon: (0511) 279 76-116
E-Mail: wiegand(at)iph-hannover.de



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