Erfolgsfaktor Familienunternehmen: Wie ein traditionelles Wertesystem den Shareholder Value ins Abseits stellt
ID: 210497
Inhabergeführte Betriebe bieten attraktive Karrierechancen
Dazu gehören für 93 Prozent die langfristige Orientierung der Familienunternehmen. Da sie meist nicht an der Börse gehandelt werden, handeln Familienunternehmen nicht nach dem Shareholder-Value-Ansatz. Im Gegensatz zu börsennotierten Unternehmen müssen sie somit nicht den Unternehmenswert nach oben treiben oder kurzfristige Anlegeransprüche bedienen. Vielmehr stehe die Sicherung des Unternehmens für die nächste Generation im Mittelpunkt - das verleiht Familienunternehmen Stabilität, besonders in wirtschaftlich widrigen Zeiten. 84 Prozent der Befragten betonen zudem die ausgeprägte Unternehmenskultur, die Familienunternehmen in der Wirtschaftskrise stark macht. Dazu gehört auch die starke Verbundenheit der Beschäftigten mit ihrem Arbeitgeber: 73 Prozent der Befragten sagen, dass die Mitarbeiter in Familienunternehmen eher bereit sind, sich mit eigenen Opfern an der Bewältigung der Krise zu beteiligen als in börsennotierten Unternehmen.
Ähnliche Ansichten vertritt die Autorin Inga Michler, die für das in Düsseldorf erscheinende Wirtschaftsblatt http://www.wirtschaftsblatt.de die Rolle deutscher Familieunternehmen untersucht hat. Ihre Analyse: „Im Wettbewerb der Systeme – Familien versus Börse – haben deutsche Familienunternehmen nicht nur ihren Platz behauptet. Sie haben einen Wertewandel angestoßen und sind dabei, ein neues Wertesystem für die gesamte Wirtschaft zu prägen.“ Das mache sich unter anderem dadurch bemerkbar, dass inhabergeführte Familienbetriebe es sich nicht mehr leisten könnten, „ihre Mitarbeiter vor allem als Kostenfaktoren zu betrachten. Sie werden zwangsläufig loyaler, nicht nur zu ihren Beschäftigten, sondern auch zu ihren Standorten.“ Zudem punkten die Familienunternehmen nach Ansicht der Wirtschaftsblatt-Autorin durch „relativ kurze Entscheidungswege und durchlässige Strukturen. Das macht sie wendiger im Wettbewerb und offen für Innovationen.“ Diese Flexibilität ist es möglicherweise, die Branchenexperten zufolge die inhabergeführten Unternehmen zu attraktiven Arbeitgebern machen. So haben Familienunternehmen nach Ansicht Udo Nadolski, Geschäftsführer des auf Technical Recruitment und Outsourcing Services spezialisierten Beratungshauses Harvey Nash www.harveynash.de in Düsseldorf, gute Karten beim Recruiting: „Gut ausgebildete Young Professionals haben in mittelständischen Familienbetrieben viel eher die Möglichkeit, Karriere zu machen, selbst Entscheidungen zu treffen und eigenverantwortlich zu handeln als im multinationalen Konzern.“ Wenn kapitalmarktorientierten Firmen angesichts ungewisser Wirtschaftsentwicklung die Handbremse anziehen in Sachen Neueinstellungen, so Nadolski, „steigen die Chancen für Nachwuchskräfte bei Familienbetrieben.“
Allerdings, so bemängelt die Stiftung Familienunternehmen http://www.familieunternehmen.de, verdienten die Erfolgsgaranten der deutschen Wirtschaft bessere Bedingungen am Standort. Im Länderindex Familienunternehmen, der seit 2006 im
Abstand von zwei Jahren die Standortbedingungen von 18 OECD-Ländern vergleicht, findet sich Deutschland nur auf Platz elf. Untersucht werden die Faktoren Steuern, Arbeitskosten, Produktivität und Humankapital, Regulierung, Finanzierung sowie öffentliche Infrastruktur. Außerdem wurde ein Krisenindex berücksichtigt, der Auskunft über die Krisenanfälligkeit und Krisenverarbeitungsfähigkeit der Ökonomien gibt. „Der Befund des vorliegenden Länderindex ist zweigeteilt“, erläutert Dr. Friedrich Heinemann, Projektleiter des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) http://www.zew.de, das den Länderindex
erstellt: „Im Gesamtindex, der die langfristigen Standortfaktoren abbildet, hat sich
Deutschland mit seinem relativ schlechten elften Platz im unteren Mittelfeld des Gesamtrankings im Vergleich zum Jahr 2008 - 12. Platz - wenig bewegt. Im Krisenindex hingegen schneidet Deutschland gut ab, hier belegt Deutschland einen guten fünften Platz.“
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: KLARTEXTONLINE
Datum: 15.06.2010 - 11:33 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 210497
Anzahl Zeichen: 4620
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: KLARTEXT ONLINE
Stadt:
Bonn
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Meldungsart: bitte
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 15.06.2010
Diese Pressemitteilung wurde bisher 449 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Erfolgsfaktor Familienunternehmen: Wie ein traditionelles Wertesystem den Shareholder Value ins Abseits stellt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
KLARTEXT ONLINE (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Leverkusen/Düsseldorf, 10. Februar 2011 - Nach dem Fußball-Länderspiel gegen Italien bleibt eine Personalfrage weiter ungeklärt. Geht der Capitano bald von Bord? Oder sind die Worte von der möglichen Rückkehr Michael Ballacks ins Löw-Team doch mehr als Worthülsen? Schon nach der Fußball-Wel
Fachkräftemangel: Personalpolitik setzt auf Mitarbeiterbindung ...
Köln/Düsseldorf, 3. Februar 2011 - In der Personalpolitik setzen die meisten Unternehmen gleichermaßen auf Flexibilität und auf Mitarbeiterorientierung. Dies ergab das Personal-Panel des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) http://www.iw- koeln.de, für das 1.853 Personalverantwort
Per Mausklick zum neuen Job: Internet ist das Top-Medium für Stellenanzeigen ...
Personalvermittler bleiben weiter gefragt Berlin/Düsseldorf, 21. Januar 2011 - Keine Neueinstellung ohne Internet, keine Stellenanzeige ohne Verlinkung zur Online-Bewerbungsmöglichkeit: Im Personalmarkt geht nichts mehr ohne Web-Unterstützung. „Vor allem Personalabteilungen verbringen sehr
Weitere Mitteilungen von KLARTEXT ONLINE
Handelshochschule Leipzig: Letzte Klappe für innovativen Imagefilm ...
Sechs Studenten aus aller Herren Länder sind die besten Botschafter, die sich die Handelshochschule Leipzig (HHL) wünschen kann. Sie sind die Protagonisten des neuen Imagefilms der HHL, den die Leipziger commlab GmbH | audiovisuelle kommunikation derzeit produziert. Heute fiel die letzte Klappe be
DGAP-News: NorCom ergänzt Produktportfolio um die NCAppliance ...
NorCom Information Technology AG / Kooperation 15.06.2010 11:13 Veröffentlichung einer Corporate News,übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. -------------------------------------------------
50 Jahre AG Materialfluss und Logistik: Wenn Konkurrenten gemeinsame Sache machen ...
Darmstadt, 31. Mai 2010 --- In feierlichem Ambiente im Jagdschloss Kranichstein blieb sich die Arbeitsgemeinschaft treu und widmete sich vor allem fachlichen Vorträgen. Hochkarätige Referenten gaben Einblicke in die Bereiche Distribution, Produktionslogistik und Güterverkehr. Sascha Gutzeit, Gesc
Der Thema-Standortanalyse-Blog der Contor ist nun online ...
Der Thema-Standortanalyse-Blog bietet Berichte zu allen Bereichen des Themas Standortanalyse und Standortsuche. Es werden grundsätzliche Themen wie die Relevanz der Standortwahl angesprochen, Methoden der Standortwahl und Standortanalyse aufgezeigt und auf Konsequenzen falscher Standortwahl hingewi




