Unternehmenskommunikation: Der Trend heisst Mobile Marketing
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Mobile Marketing aber ist noch kaum verbreitet und wird derzeit vor allem für jüngere Zielgruppen eingesetzt. Allerdings, so Wächter komme der Markt in Bewegung, unter anderem durch Verknüpfung mit anderen Kanälen: "Wir sehen immer mehr Marken mit eigenen WAP-Portalen, die kommunikativ vernetzt werden mit anderen Instrumenten." Demnach nutzen beispielsweise TV- und Printkampagnen das Handy als Rückkanal. Bekanntheit, Information oder Förderung des Absatzes stünden eher im Hintergrund. Grundsätzlich gelinge Mobile Marketing am ehesten in einer integrierten Kampagne, erklärt Christian Mühlenbeck, Senior Consultant bei Proximity Consulting http://www.proximity.de.
"Wir haben das Thema Mobile Marketing europaweit in den Köpfen und Plänen der Marketingverantwortlichen verankert", berichtet Dirk Kraus, Chef des Mobile Marketing Anbieters Yoc AG http://www.yoc-ag.de. Gerade die Fussball-WM habe die Nachfrage nach mobiler Werbung verstärkt. Yoc führt aktuell vier fussballbezogene Kampagnen durch, für Coca-Cola in Grossbritannien, Nike, Lorenz Snack-World und Tesa. Auch Adidas hat die Zeichen der Zeit erkannt und hat Mobile Marketing in die Kampagne zur WM integriert. "Der Kanal Mobile Devices ist physisch so dicht am Rezipienten wie kein anderer. Jeder Mensch trägt sein Handy quasi direkt am Körper und damit auch die Botschaften, die er über dieses Gerät abruft", erklärt Martin Hubert, Sprecher der Geschäftsführung bei der betreuenden Agentur Interone Worldwide http://www.interone.de. Und auch BMW http://www.bmw.de nutzte zur Einführung der neuen 1er Reihe bereits die Möglichkeiten des direkten Dialogs mit Kunden über das Handy.
Die Möglichkeiten von Mobile Marketing zeigt auch eine Kampagne von Proximity Germany für das Volvo Ocean Race http://www.volvooceanrace.org. Es gilt als das härteste Segelrennen der Welt und führt die Teilnehmer einmal um den Erdball. Über ein WAP-Portal ermöglichte Ericsson Mobile, das Segelevent zu verfolgen. Proximity Germany trug dazu bei, User zu erreichen, die sich für das Segeln interessieren. "Wir haben das Volvo Ocean Race genutzt, um einige unserer mobilen Anwendungen in einem hier nicht kommerziellen Konzept zu integrieren", erläutert Mehdi Schröder, Vice President Sales bei Ericsson http://www.ericsson.com in Deutschland. "Die Agentur kreierte Storys rund um Situationen, die auch Nicht-Seglern bekannt sind, wie Drachen steigen lassen. Diese Storys werden online und mobil über SMS, MMS, E-Mail oder Banner durch virale Movies und Comics verbreitet, direkt verlinkt mit dem WAP-Portal oder einer Microsite. Dort wird der Besucher aufgefordert, durch das Senden seiner Handy-Nummer am härtesten Rennen der Welt teilzunehmen", berichtet Media und Marketing.
Der Zugang wird über eine SMS mit WAP-Link gewährleistet. Aufgrund der erfolgreichen Testphase wurde eine Ausweitung auf alle Teams des Volvo Ocean Race beschlossen. Bei Ericsson rechnet man mit einer Responsequote von 30 Prozent. Für den Ericsson-Manger Schröder kann Mobile Marketing aber noch viel mehr: "Konkret bieten wir besonders für spezielle Branchen dedizierte mobile Lösungen, die auf ähnlichen Konzepten aufbauen. Besonders der gesamte Komplex Customer Relationship Management, der ja im Grunde elementar zum Marketing gehört, entwickelt sich immer mehr in Richtung mobile und multimediale Anwendungen. Die Unterstützung von SMS, MMS, Video-Telefonie und E-Mails sei technisch bereits schon Standard bei Contact Center Anwendungen. Besonders breitbandige Mobilfunktechniken wie HSDPA würden hier weitere Möglichkeiten für Kundenakquise, Kundenbetreuung und Service öffnen". Dass Mobile Marketing ein Wachstumsmarkt sein wird, belegt auch die Verleihung des Deutschen Multimedia Awards in Berlin. Deutliche Zuwächse gab es 2006 bei den Award-Vorschlägen vor allem in den Kategorien Mobile und E-Mail. "Das zeigt, dass nicht mehr nur in Webauftritte und klassische Werbeformate investiert wird", so Odo Ekke Bingel vom Mitveranstalter Kommunikationsverband http://www.kommunikationsverband.de. Insgesamt herrschte in der Jury Einigkeit darüber, dass die Kunden der Digitalen Wirtschaft wieder mutiger geworden sind.
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Datum: 30.06.2006 - 15:19 Uhr
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