Öffentlich geförderte Einrichtungen erkennen den Ernst der Lage noch nicht

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Schullandheime besonders betroffen - Befragung ergibt nur geringes Protestpotenzial



Öffentlich geförderte Einrichtungen erkennen den Ernst der Lage noch nichtÖffentlich geförderte Einrichtungen erkennen den Ernst der Lage noch nicht

(firmenpresse) - Zahlreiche Non-Profit-Organisationen in Deutschland sind von öffentlicher Förderung abhängig. Obwohl die Sparwelle bereits rollt, ist einem Teil der Betroffenen der Ernst der Lage noch nicht klar. Das ergibt eine Umfrage unter 217 Einrichtungen und Verwaltungen, die die Berliner Agentur stratum soeben veröffentlicht hat.

Dass die schwierige öffentliche Haushaltslage bereits in diesem Jahr zu Förderkürzungen führt, bestätigen 56% der Non-Profits und 61% der Verwaltungen. Immerhin je ein Fünftel der Befragten ist in diesem Jahr von Kürzungen noch nicht betroffen. 95% aller Befragten befürchten jedoch für das kommende Jahr eine weitere Verschärfung der Finanznot. Wie schlimm es werden wird, scheinen die Mitarbeiter in den öffentlichen Verwaltungen bereits besser zu wissen als die Kollegen in den Non-Profit-Organisationen. 80% der Verwaltungsleute erwarten 2011 weitere Mittelkürzungen. Bei den Non-Profits sind es knapp 72%. Vor allem bei der Projektförderung werde künftig gekürzt, wissen oder befürchten die Befragten. An zweiter Stelle sei die Personalförderung betroffen.

Fast doppelt so viele Stimmen aus der Verwaltung wie aus dem Non-Profit-Sektor halten die bevorstehenden Kürzungen für angemessen und gerecht (29,3 % gegenüber 16,8%). Da sich in den Non-Profit-Organisationen ein gutes Fünftel der Befragten über die Angemessenheit der Kürzungen kein Urteil zutraut, bleibt das Protestpotenzial erstaunlich niedrig. Nur gute 60% halten die bevorstehenden Einschnitte für nicht gerecht.

Ein Aufstand oder "Generalstreik" des Non-Profit-Sektors stehe uns also nicht bevor, schließt stratum aus der Befragung. "In diesem Sektor stirbt man leise", stellt stratum-Geschäftsführer Richard Häusler fest. Ein Beispiel dafür böten zurzeit die Schullandheime in Deutschland. Abgesehen vom Süden der Republik, wo die Welt auch dank des Engagements der Kirchen noch in Ordnung zu sein scheint, findet still und leise eine Marktbereinigung der Schulland-heimszene statt.



Als Zeichen der Hoffnung werten die Untersucher den Strukturwandel im Non-Profit-Sektor, der sich heute bereits deutlich abzeichne. Immer mehr "Sozialunternehmer" springen in die Finanzierungslücke und beweisen, dass auch Non-Profit-Organisationen wirtschaftlich betrie-ben werden können. Die gesamte Studie kann auf der Internetseite von stratum herunterge-laden werden (http://www.stratum-consult.de/news/umfrageauswertung-sparsame-zeiten.html).

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Wir unterstützen Profit-Organisationen, also Wirtschaftsunternehmen, wenn es um werteorientierte Ökonomie, Stakeholder-Kommunikation, Nachhaltigkeitsimage und Partnerschaften mit NPOs und NGOs geht.

Wir nehmen Beratungsaufträge dann an, wenn der Aufraggeber offen ist für Veränderung, Kreativität und Partizipation. Wenn die Dinge also nicht so bleiben müssen, wie sie sind, sondern Chancendenken gefragt ist. Wenn neue Ideen gesucht werden, viele (im Prinzip alle) mitreden dürfen und Heterogenität, Widerspruch und Konflikt als nutzbares Potenzial angesehen werden.

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Datum: 22.06.2010 - 12:47 Uhr
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