Der neue Gaskonflikt mit Minsk: Schaedlich fuer Russlands Ansehen
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Der neue Gaskonflikt mit Minsk: Schaedlich fuer Russlands Ansehen
Zu dem Konflikt ueber die Bezahlung von Energielieferungen zwischen Moskau und Minsk erklaert der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Gernot Erler:
Wieder einmal traegt Moskau einen solchen Streit mit Getoese und in aller Oeffentlichkeit aus. Gut moeglich, dass Weissrussland vorgefuehrt werden soll, weil sich Praesident Lukaschenko sperrig zeigt bei Russlands Zollunionsplaenen mit Kasachstan und Belarus. Aber auch wenn Gasprom-Chef Miller versichert, diesmal werde es keine Lieferengpaesse fuer die westeuropaeischen Kunden geben - politischer Schaden entsteht trotzdem:
- Sofort werden Erinnerungen an fruehere solche Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine sowie mit Weissrussland wach, bei denen am Ende unbeteiligte Staaten das Nachsehen hatten;
- Automatisch findet wieder mehr Gehoer, wer vor allzu grosser Energieabhaengigkeit von Moskau warnt und sich fuer eine Versorgungs-Diversifizierung einsetzt;
- Und schliesslich kollidiert der demonstrativ ruede Umgang mit dem kleinen und soviel schwaecheren Nachbarn mit den juengsten Hoffnungen auf einen Neubeginn von Russlands Umgang mit seinem "Nahen Ausland", die an die verbesserten Beziehungen von Moskau mit Warschau nach der Tragoedie von Smolensk am 10. April dieses Jahres anknuepfen.
Dieser dreifache Schaden fuer Russlands Prestige war absehbar.
Eine professionelle Handhabung eines solchen eingrenzbaren Konflikts sieht anders aus.
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Datum: 22.06.2010 - 18:17 Uhr
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