Wieder einmal das Ende der Deutschland AG? - Konzerne expandieren verstärkt ins Ausland
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Diejenigen, die diesen Prozess begrüssen, sind der Ansicht, dies führe zu mehr Kontrolle und Transparenz. Martin Höpner, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung http://www.mpi-fg-koeln.mpg.de in Köln, sieht die Entflechtung kritischer. Der Rückzug der traditionellen Grossaktionäre eröffne den Managern "unkontrollierte Handlungsspielräume", so Höpner gegenüber dem Handelsblatt. Die wachsende Rolle der neuen shareholder-orientierten Investoren wie Fonds werde zudem zu einer Verschiebung von Wachstums- zu Renditezielen für die Unternehmen führen. Die Folgen für den Arbeitsmarkt seien nicht unbedingt günstig.
"Die Zahlen der Monopolkommission müssen ohne Aufregung zur Kenntnis genommen werden", kommentiert Michael Müller, Geschäftsführer der auf IT-Dienstleistungen spezialisierten a & o-Gruppe http://www.ao-services.de mit Firmensitzen in Neuss und Potsdam und Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de. "Der Anteil der bei Grossunternehmen Beschäftigten ist innerhalb von zwei Jahren von 13,3 auf 12,7 Prozent zurückgegangen. Zudem hat die Monopolkommission darauf verwiesen, dass die nach Wertschöpfung 100 grössten deutschen Unternehmen ihr Geschäft zunehmend ins Ausland verlagern. An der grundsätzlichen Diskussion über das Ende der Deutschland AG beteilige ich mich nicht. Die Studie zeigt aber deutlich, dass die Mittelständler für die Arbeitnehmer immer interessanter werden und ihr Geschäft ausserdem nicht so leicht über die Landesgrenzen verlagern."
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Datum: 17.07.2006 - 09:45 Uhr
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