Trockenster Juni seit mehr als 120 Jahren - nach dem aktuellen Langfristtrend von WETTER.NET kein Ende von Trockenheit und Hitze in Sicht
01.07.2010 - 12:57 | 220526
Der Juni 2010 war der trockenste Juni seit über 120 Jahren. Ein End des heißen und trockenen Wetters ist nicht in Sicht. Samstag erreicht die aktuelle Hitzewelle ihren Höhepunkt. Das Quecksilber klettert auf 36 bis 38 Grad.
WETTER.NET
(firmenpresse) - Wiesbaden, den 1. Juli 2010 – Wer hätte das gedacht? Der Juni 2010 war sonniger als im langjährigen Mittel, deutschlandweit um knapp 1 Grad wärmer als im langjährigen Mittel und vor allem extrem viel trockener als im langjährigen Mittel.
„In Berlin war es der trockenste Juni seit 1883. Gerade mal 5 Liter Regen fielen dort im Juni 2010. In Teilen Nordrhein-Westfalens muss man rund 120 Jahre zurückgehen, um einen ähnlich trockenen Juni finden zu können“, sagt Wetterexperte Dominik Jung vom privaten Wetterdienst WETTER.NET.
In nahezu ganz Ostdeutschland herrscht aktuell bereits die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5. Teilweise dürfen die Wälder nicht mehr betreten werden und werden rund um die Uhr auch aus der Luft überwacht.
Landwirte klagen über die extreme Trockenheit, die zu einer ausgeprägten Dürre werden könnte. Die Getreideernte wird deutlich weniger üppig als in den Vorjahren ausfallen. Und es kann noch schlimmer kommen, wenn es nicht bald zu flächendeckenden Regenfällen kommt.
Im europäischen Teil von Russland sind bereits einzelne Zuflüsse der Wolga komplett ausgetrocknet. Große Teile der Ernte sind wegen der extremen Trockenheit vernichtet – die Schäden gehen in die Millionen.
Und wie geht es bei uns weiter?
„Gar nicht gut“, lautet die bedenkliche Antwort von Diplom-Meteorologe Dominik Jung. Bereits Anfang Juni wurden in Teilen Süddeutschlands Rekordtemperaturen gemessen. Am Samstag drohen mit dem Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle weitere Rekordwerte – 36 bis 39 Grad werden erreicht.
„Danach gibt es zwar vorübergehend heftige Unwetter, aber das ist nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.“, so Jung weiter.
Flächendeckender Regen ist weit und breit nicht in Sicht. Juli und August bleiben weiter heiß. Der aktuelle Langfristtrend von WETTER.NET bestätigt den Trend von April 2010: Der Sommer wird trocken und heiß. Vielfach liegen die Temperaturen in den nächsten Wochen um oder teils deutlich über 30 Grad und der große deutschlandweite Landregen ist weit und breit nicht in Sicht…
Auf Anfrage übermitteln wir Ihnen gerne unsere Grafik zum aktuellen Trend für Juli und August 2010.
Meldungsart: Unternehmensinformation Versandart: Veröffentlichung Freigabedatum: 01.07.2010 Anmerkungen: Veröffentlichung und Nutzung - auch auszugsweise - ist nur mit dem Quellenhinweis WETTER.NET gestattet.
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