Polit-Café im CJD Jugenddorf Offenburg zu Chancen auf dem Arbeitsmarkt
Beim nunmehr zweiten Polit-Café im CJD Jugenddorf Offenburg diskutierten in diesen Tagen rund 30 Jugendliche und Gäste mit erfahrenen Wirtschaftsexperten über die aktuelle Situation für Auszubildende auf dem Arbeitsmarkt. Werner Baas, Vizepräsident der Handwerkskammer Freiburg sowie Marcus Beck, Leiter Personal & Administration im Europa Park Resort konnten dabei den Jugendlichen zahlreiche Fragen beantworten und gaben zudem wertvolle Tipps für die anstehende Bewerbungsphase.
Zum Auftakt der Diskussion unterstrich Werner Baas die Bedeutung der Ausbildung: "Sie sind eine ausgebildete Fachkraft, besitzen eine Qualifikation und haben daher auf jeden Fall eine bessere Chance auf einen Arbeitsplatz."
Zugleich müsse man jedoch deutlich flexibler und mobiler sein als früher, um erfolgreich im Berufsleben zu sein, forderte Marcus Beck. Dies gelte auch für die Weiterbildung, die man nicht nur auf Anweisung sondern auch eigenständig stets vorantreiben sollte: "Weitermachen statt stillstehen!" laute die Devise.
Mit Blick auf ihre besondere Situation wurden auch die konkreten Möglichkeiten der Absolventen des CJD Jugenddorfes Offenburg diskutiert.
Im Jugenddorf durchlaufen Jugendliche eine Berufsausbildung nach besonderen Regelungen für behinderte Menschen. Diese so genannte Werker-Ausbildung führt beispielsweise zum anerkannten Abschluss als Beikoch, Metall- oder Gartenbaufachwerker.
Zugleich bietet sich die Möglichkeit, in einem weiteren, anschließenden Ausbildungsjahr die Vollausbildung abzuschließen. Hierzu betonten beide Wirtschaftsexperten, dass eine höhere Qualifikation immer Vorteile bei der Stellensuche bringt: Bei ansonsten gleichen Voraussetzungen habe natürlich der ausgebildete Koch gegenüber dem Beikoch die bessere Chance.
Entscheidend seien jedoch neben dem Weiterbildungswillen auch das Engagement und das Auftreten der Jugendlichen. Dies zeige sich bereits in der Bewerbungsphase: Werner Baas regte beispielsweise an, die Bewerbungsunterlagen persönlich abzugeben anstatt sie mit der Post zu schicken.
Wenn es trotz mehrfacher Anläufe nicht gelingt, eine Stelle zu erhalten, solle man gründlich analysieren, warum es nicht klappt, empfahl Marcus Beck. Aus seiner Erfahrung heraus, beginne es oft schon bei der Bewerbungsmappe, die verschmutzt oder verknickt eingereicht wird und somit einen negativen ersten Eindruck über den Bewerber entstehen lässt. Auch ein Lebenslauf mit lückenloser Biographie mache sich gut, so Werner Baas. Dabei sei auch ein kurzfristiges Engagement bei einer Zeitarbeitsfirma allemal besser als die Situation auszusitzen.
Zum Ende der Veranstaltung betonte Mark Bühler, Leiter der CJD Jugenddorf-Christophorusschule, dass die Jugendlichen auch nach Abschluss der Ausbildung im Jugenddorf immer Hilfe und Unterstützung finden, sollte es bei der Stellensuche Probleme geben.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Im CJD Jugenddorf Offenburg nehmen jährlich 600 junge Menschen aus dem Ortenaukreis, aus Baden-Württemberg und aus dem ganzen Bundesgebiet an unterschiedlichen Bildungsmaßnahmen teil, mit dem Ziel einer erfolgreichen beruflichen und sozialen Integration. Sie bereiten sich auf eine Ausbildung und auf den (Wieder-)Einstieg in den Beruf vor oder lernen in anerkannten Ausbildungsberufen aus Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung.
wort.laut GbR
Markus Hartmann
Franz-Volk-Strasse 33
D-77652 Offenburg
info(at)wort-laut.net
Datum: 02.07.2010 - 11:21 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 221234
Anzahl Zeichen: 3355
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Markus Hartmann
Stadt:
Offenburg
Telefon: 0781/9322192
Kategorie:
Bildung & Beruf
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 02.07.2010
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