Privatisierung von Verkehrsnetzen und "ethisch korrekte" Immobilien: Die neuen Renditebringer
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Einen ähnlich lukrativen Markt sieht Gloger bei "ethisch korrekten" Immobilien: "In Zukunft fragen immer mehr Investoren Gebäude nach, die besonders energieeffizient sind und nicht zur Zersiedelung beitragen. Noch fehlen Standards, doch Wohnungsbaugesellschaften experimentieren bereits mit diesem Verkaufsargument", so Gloger. So habe der australische Bauträger Lend Lease auf allen Baustellen mehrfarbige Container zum besseren Recycling von unbenutztem Baumaterial eingeführt. "Die britische Immobiliengesellschaft Land Securities konnte die Stromrechnung in einem ihrer Objekte um 80.000 Euro senken - nur dadurch, dass sie die Bewohner per Brief ermunterte, alle Lichter beim Verlassen der Wohnung auszuschalten", weiss Gloger.
Diese Beispiele klingen noch bescheiden, doch der Markt sollte nach Ansicht von Gloger nicht unterschätzt werden: "Sozial verantwortungsvolle Investments sind auf dem Vormarsch. Immer mehr Anleger kaufen Aktien von Unternehmen, die sich - neben dem Profit - auch dem Gemeinwohl verpflichtet haben. 2,3 Trillionen Dollar warten weltweit noch darauf, ethisch korrekt angelegt zu werden, schätzt die Social Investment Forum Foundation in Washington", führt Gloger weiter aus. Rückenwind könnte der Markt für ethisch korrekte Immobilien durch eine neue EU-Richtlinie bekommen. Danach müssen Bürogebäude wie Elektrogeräte in Effizienzklassen von A bis F eingeteilt werden.
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Datum: 16.08.2006 - 09:31 Uhr
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